Beratungswissen A-Z
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Phasenmodell
Ein Phasenmodell beschreibt die systematische Abfolge einzelner Schritte innerhalb eines Prozesses, z. B. bei Projekten, Veränderungsvorhaben oder Strategieentwicklungen. Ziel ist es, komplexe Vorhaben in überschaubare, logisch aufeinander aufbauende Etappen zu gliedern – und so Struktur, Orientierung und Steuerbarkeit zu schaffen.Typische Phasenmodelle bestehen aus 3 bis 7 Stufen, z. B.:
– Analyse
– Zieldefinition
– Planung
– Umsetzung
– Kontrolle / EvaluationIn der Beratungspraxis werden Phasenmodelle genutzt, um Veränderungsprozesse methodisch zu begleiten, den Fortschritt messbar zu machen und alle Beteiligten systematisch einzubinden. Wichtig ist dabei: Phasenmodelle geben Orientierung – aber sie müssen flexibel an die Realität angepasst werden, statt starr abgearbeitet zu werden.
Positionierung
Positionierung ist die gezielte Ausrichtung eines Unternehmens oder Angebots am Markt, um sich klar von der Konkurrenz abzuheben. Sie definiert, für wen das Angebot gedacht ist, welchen Nutzen es stiftet und wofür es steht.In der Beratung bildet sie die Basis für Marketing, Vertrieb und Markenauftritt – und ist entscheidend für Sichtbarkeit, Wiedererkennung und langfristigen Erfolg.
Preisführerschaft
Preisführerschaft ist eine Wettbewerbsstrategie, bei der ein Unternehmen darauf abzielt, den günstigsten Preis am Markt anzubieten – bei akzeptabler Qualität. Ziel ist es, durch niedrige Preise große Marktanteile zu gewinnen, Preissensibilität auszunutzen und Wettbewerber unter Druck zu setzen. Diese Strategie erfordert eine strikte Kostenkontrolle, hohe Effizienz und meist große Absatzmengen, um trotz niedriger Margen profitabel zu bleiben. Typische Beispiele finden sich im Discount- oder Onlinehandel.In der Beratung ist Preisführerschaft eine mögliche Positionierungsstrategie – allerdings mit Risiken: Druck auf Marge, Qualitätswahrnehmung und Preiskampfgefahr. Sie funktioniert nur, wenn das gesamte Geschäftsmodell konsequent darauf ausgerichtet ist.
Preisstrategien
Preisstrategien legen fest, wie ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt preislich positioniert, um Umsatz, Gewinn oder Marktanteile zu optimieren. Sie sind ein zentraler Hebel im Marketing-Mix und beeinflussen direkt die Wahrnehmung, Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität.Typische Strategien sind:
– Hochpreisstrategie: Fokus auf Qualität, Marke und Exklusivität
– Niedrigpreisstrategie: Preis als Hauptargument, oft volumenorientiert
– Penetrationsstrategie: Einstieg mit niedrigem Preis zur schnellen Marktdurchdringung
– Skimmingstrategie: Start mit hohem Preis, der später schrittweise gesenkt wirdIn der Beratungspraxis helfen Preisstrategien, die richtige Balance zwischen Wert, Zielgruppe und Wettbewerb zu finden – und so Marktchancen gezielt zu nutzen. Wichtig: Eine gute Preisstrategie ist kein einmaliger Schritt, sondern Teil einer laufenden Markt- und Positionierungsarbeit.
Projektmanagement
Projektmanagement ist die planvolle Steuerung von zeitlich begrenzten Vorhaben, um definierte Ziele in Bezug auf Inhalt, Zeit, Kosten und Qualität zu erreichen. Es umfasst alle Aufgaben von der Projektplanung über die Durchführung bis hin zum Abschluss – inklusive Ressourcenmanagement, Risikobewertung und Kommunikation.Typische Elemente sind Projektstrukturpläne, Meilensteine, Zeitpläne, Budgetkontrolle und regelmäßige Abstimmungen im Team. In der Beratung ist Projektmanagement zentral für die Umsetzung komplexer Vorhaben, z. B. bei Strategiewechseln, IT-Einführungen oder Restrukturierungen.
Erfolgreiches Projektmanagement verbindet methodisches Know-how mit Führungskompetenz – und sorgt dafür, dass gute Ideen auch wirklich umgesetzt werden.
Prozesskostenrechnung
Die Prozesskostenrechnung ist ein Verfahren, das Gemeinkosten nicht nach traditionellen Zuschlagssätzen, sondern anhand tatsächlicher betrieblicher Prozesse verrechnet. Ziel ist es, Abläufe transparenter darzustellen, Kostentreiber sichtbar zu machen und damit gezielte Optimierungen und realistischere Produktkalkulationen zu ermöglichen. Besonders in Unternehmen mit hohen Gemeinkostenanteilen und komplexen Abläufen bietet sie Vorteile.
Prozessoptimierung
Prozessoptimierung bezeichnet die gezielte Verbesserung von Arbeitsabläufen, um sie effizienter, schneller oder kostengünstiger zu gestalten. Ziel ist es, Ressourcen besser zu nutzen, Fehler zu reduzieren und die Qualität zu steigern – ohne die Kunden- oder Mitarbeiterzufriedenheit zu gefährden.
Typische Ansätze sind die Verschlankung von Abläufen, der Einsatz digitaler Tools, klare Zuständigkeiten oder Automatisierung. In der Beratung ist Prozessoptimierung ein häufiges Thema – vor allem bei Wachstum, Digitalisierung oder Reorganisation. Entscheidend ist: Nicht nur Abläufe zu verändern, sondern sie messbar zu verbessern und dauerhaft im Unternehmen zu verankern.