Beratungswissen A-Z
L
Lean Management
Lean Management ist ein Ansatz zur effizienten und schlanken Unternehmensführung, der auf die Vermeidung von Verschwendung und die Fokussierung auf Kundennutzen abzielt. Ursprünglich aus der Automobilindustrie stammend, werden Prozesse systematisch optimiert – etwa durch Standardisierung, kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) und bedarfsorientierte Steuerung.In der Beratungspraxis dient Lean Management dazu, Kosten zu senken, Abläufe zu verbessern und Reaktionszeiten zu verkürzen, ohne die Qualität oder den Kundenfokus zu verlieren.
Leitbild
Ein Leitbild ist eine kompakte, schriftlich formulierte Selbstverpflichtung eines Unternehmens, die dessen Werte, Ziele und Grundprinzipien nach innen und außen sichtbar macht. Es beantwortet die Fragen: Wer sind wir? Wofür stehen wir? Wo wollen wir hin? Ein gutes Leitbild schafft Orientierung für Mitarbeitende, stärkt die Unternehmenskultur und dient als Grundlage für Strategie, Kommunikation und Führung. Es sollte glaubwürdig, verständlich und praxisnah sein – nicht nur formuliert, sondern gelebt werden.In der Beratung ist das Leitbild ein wichtiger Baustein bei Organisationsentwicklung, Kulturarbeit und Positionierung – besonders in Phasen des Wandels oder Wachstums.
Liquidität
Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Sie ist damit eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und das kurzfristige Überleben eines Unternehmens – unabhängig von Umsatz oder Gewinn.
Unterschieden werden verschiedene Liquiditätsgrade, etwa anhand von Kassenbestand, Bankguthaben, kurzfristigen Forderungen oder schnell verwertbaren Vermögenswerten. Eine gute Liquiditätsplanung berücksichtigt nicht nur vorhandene Mittel, sondern auch erwartete Ein- und Auszahlungen.In der Beratungspraxis ist Liquidität besonders wichtig bei Sanierungen, Finanzierungsfragen oder in Wachstumsphasen, in denen Kapital gebunden ist. Fehlende Liquidität – auch bei positivem Jahresergebnis – gehört zu den häufigsten Ursachen für Unternehmenskrisen. Ziel ist daher nicht nur die Rentabilität, sondern die dauerhafte Zahlungsfähigkeit.
Liquiditätsgrad
Der Liquiditätsgrad zeigt, wie gut ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann – also ob genügend flüssige Mittel vorhanden sind, um Rechnungen und Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Je höher der Wert, desto besser die kurzfristige Zahlungsfähigkeit. Man unterscheidet dabei drei Stufen:Liquiditätsgrad 1 (Barliquidität)
Liquiditätsgrad 2 (einzugsbedingte Liquidität)
Liquiditätsgrad 3 (umsatzbedingte Liquidität)In der Beratungspraxis dienen diese Grade als Frühwarnsystem für Liquiditätsprobleme und als Argumentationsgrundlage bei Banken oder Investoren.