Beratungswissen A-Z

Beratungswissen A-Z

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A

Alleinstellungsmerkmal
Ein Alleinstellungsmerkmal – auch USP (Unique Selling Proposition) genannt – beschreibt, was ein Unternehmen oder Produkt von der Konkurrenz klar unterscheidet. Es beantwortet die Frage: Warum sollten Kunden genau dieses Angebot wählen?In der Beratung ist das Alleinstellungsmerkmal entscheidend für eine klare Positionierung, überzeugende Kommunikation und erfolgreiche Marktbearbeitung. Ein gutes Alleinstellungsmerkmal ist relevant, glaubwürdig und schwer kopierbar.

Anlagevermögen
Das Anlagevermögen umfasst alle Vermögenswerte eines Unternehmens, die langfristig dem Geschäftsbetrieb dienen – also nicht zum kurzfristigen Verkauf bestimmt sind. Es bildet die strukturelle Grundlage der unternehmerischen Tätigkeit und bleibt in der Regel länger als ein Jahr im Unternehmen.Typische Bestandteile sind:
– Immaterielle Vermögenswerte (z. B. Patente, Lizenzen, Geschäfts- oder Firmenwert)
– Sachanlagen (z. B. Maschinen, Grundstücke, Gebäude, Fuhrpark)
– Finanzanlagen (z. B. Beteiligungen, langfristige Darlehen) In der Beratung ist das Anlagevermögen relevant für Investitionsentscheidungen, Abschreibungsplanung und Bilanzanalysen. Es beeinflusst Kennzahlen wie Anlagendeckung, Kapitalbindung und Eigenkapitalquote – und damit auch die strategische Ausrichtung und Finanzierungsstruktur eines Unternehmens.

Ausbildung
Ausbildung bezeichnet die strukturierte Vermittlung von beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die für die Ausübung eines bestimmten Berufs erforderlich sind. Ziel ist es, Auszubildende gezielt auf ihren Beruf vorzubereiten, um die nötige Fachkompetenz und Handlungssicherheit zu erlangen.Die Ausbildung findet meist im Rahmen eines dualen Systems statt – also in einer Kombination aus praktischer Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb und theoretischem Unterricht an Berufsschulen. Abschluss bildet eine staatlich anerkannte Prüfung, z. B. vor der IHK oder Handwerkskammer. In der Beratungspraxis spielt Ausbildung eine wichtige Rolle, da sie eine zentrale Maßnahme zur langfristigen Fachkräftesicherung und zur Gewinnung motivierter Mitarbeitender ist. Eine gute Ausbildung ist nicht nur Grundlage für beruflichen Erfolg, sondern trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft eines Unternehmens bei.

Automation
Automation bezeichnet die automatisierte Ausführung von Abläufen ohne manuelles Eingreifen – etwa in Produktion, Verwaltung oder digitalen Prozessen. Ziel ist es, Zeit zu sparen, Fehler zu vermeiden und Effizienz zu steigern.Typische Anwendungsfelder sind z. B. Fertigungslinien, IT-Prozesse, Rechnungs- und E-Mail-Workflows, Datenanalyse oder Kundenkommunikation (z. B. durch Chatbots oder automatisierte Mailings). Möglich wird Automation durch Technologien wie Sensorik, Software, künstliche Intelligenz oder Robotik. In der Beratung dient Automation als Hebel für Skalierung und Kostenreduktion, vor allem bei wiederkehrenden Routinetätigkeiten. Voraussetzung ist eine klare Prozessstruktur und passende technische Lösung.

B

BAB - Betriebsabrechungsbogen
Der Betriebsabrechnungsbogen ist ein Instrument der Kostenrechnung, das Gemeinkosten systematisch erfasst, nach Kostenarten gliedert und anschließend auf die Kostenstellen verteilt. Ziel ist es, die Gemeinkosten verursachungsgerecht und transparent zu verteilen, um eine realistische Kalkulationsbasis für Produkte und Leistungen zu erhalten.

BAFA Berater
"Ein BAFA-Berater ist ein vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) offiziell anerkannter Unternehmensberater, dessen Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) staatlich gefördert werden können.Gefördert werden Beratungen zu Themen wie: Gründung, Wachstum, Strategieentwicklung, Finanzierung, Controlling, Kostenoptimierung, Digitalisierung, Innovation, NachhaltigkeitDie Förderung erfolgt als Zuschuss (50–90 %) zu den Beratungskosten. In der Beratungspraxis bietet die BAFA-Förderung Unternehmen eine kostengünstige Möglichkeit, externe Expertise zu nutzen. Voraussetzung: Der Berater muss beim BAFA registriert sein, und die Beratung muss vorab beantragt werden."

Balanced Score Card
"Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein strategisches Managementinstrument, das Unternehmen hilft, Ziele ganzheitlich zu steuern – über finanzielle Kennzahlen hinaus. Sie verbindet strategische Zielsetzungen mit messbaren Kennzahlen aus vier Perspektiven:1) Finanzen – z. B. Umsatz, Gewinn, Rentabilität 2) Kunden – z. B. Kundenzufriedenheit, Marktanteil 3) Interne Prozesse – z. B. Qualität, Effizienz, Innovationsgrad 4) Lernen & Entwicklung – z. B. Mitarbeiterkompetenzen, Weiterbildung, UnternehmenskulturZiel ist es, Strategie und operative Umsetzung enger zu verknüpfen und alle relevanten Erfolgsfaktoren im Blick zu behalten. In der Beratungspraxis dient die Balanced Scorecard oft als Steuerungs- und Kommunikationsinstrument, um Unternehmen strategisch auszurichten, klare Prioritäten zu setzen und Erfolge messbar zu machen. Sie ist besonders hilfreich bei Wachstums-, Veränderungs- oder Professionalisierungsprozessen."

BBZ (Bildungs- und Beratungszentrum)
"Der Begriff BBZ steht in vielen Fällen für ein Bildungs- und Beratungszentrum, wobei der genaue Name und die Ausrichtung je nach Region und Träger variieren kann. Häufig handelt es sich dabei um private oder gemeinnützige Bildungsträger, die berufliche Weiterbildung, Umschulung, Qualifizierung und Beratung anbieten.Typische Leistungen eines BBZ:
– Vorbereitung auf IHK-Prüfungen
– Umschulungen in kaufmännischen, technischen oder sozialen Berufen
– Coaching und Bewerbertrainings
– Sprachkurse, Integrationsangebote, Fördermaßnahmen (z. B. AVGS)
– Unternehmensberatung und PersonalentwicklungIn vielen Regionen arbeitet das BBZ eng mit der Agentur für Arbeit, Kammern und Unternehmen zusammen. In der Beratungspraxis ist das BBZ oft ein wichtiger Partner für Weiterbildungen, besonders im geförderten Bereich."

Benchmarking
"Benchmarking ist der systematische Vergleich von Prozessen, Produkten oder Kennzahlen mit den Besten der Branche oder direkten Wettbewerbern. Ziel ist es, Leistungsunterschiede zu erkennen, Ursachen zu verstehen und gezielt zu verbessern.Man unterscheidet internes, wettbewerbsorientiertes und funktionsübergreifendes Benchmarking. In der Beratung hilft es, objektive Maßstäbe zu setzen und Optimierungspotenziale datenbasiert zu erschließen."

Beschäftigungsgrad
Der Beschäftigungsgrad gibt an, wie stark die vorhandene Kapazität eines Unternehmens tatsächlich genutzt wird. Er berechnet sich aus dem Verhältnis der tatsächlichen Auslastung zur Maximalkapazität. Der Beschäftigungsgrad beeinflusst direkt die Wirtschaftlichkeit, da hohe Fixkosten bei geringer Auslastung die Rentabilität senken.

Bilanz
"Die Bilanz ist ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses und zeigt die Vermögens- und Kapitalstruktur eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Sie gliedert sich in zwei Seiten:- Aktiva (linke Seite): zeigt, wofür das Kapital verwendet wurde – also das Vermögen (z. B. Anlage- und Umlaufvermögen). - Passiva (rechte Seite): zeigt, woher das Kapital stammt – also Eigenkapital und Fremdkapital (z. B. Verbindlichkeiten, Rückstellungen). Die Bilanz folgt dem Grundsatz: Aktiva = Passiva → Vermögen und Finanzierung müssen immer im Gleichgewicht sein.In der Beratung dient die Bilanz zur Analyse von Liquidität, Stabilität und Rentabilität eines Unternehmens – z. B. über Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad oder Anlagendeckung."

Bilanz - Aktiva
Die Aktivseite einer Bilanz zeigt, wie das Kapital eines Unternehmens verwendet wird – also die Mittelverwendung. Sie gibt Auskunft darüber, welche Vermögenswerte vorhanden sind und wie sie im Unternehmen gebunden sind. Die Aktiva gliedern sich in zwei Hauptbereiche:- Anlagevermögen – z. B. Grundstücke, Maschinen, Beteiligungen
→ dient dem Unternehmen langfristig und unterstützt den laufenden Geschäftsbetrieb - Umlaufvermögen – z. B. Vorräte, Forderungen, Bankguthaben, Kasse
→ kurzfristig gebundene Mittel, die im Rahmen der laufenden - Geschäftstätigkeit umgesetzt werden Zusätzlich wird auf der Aktivseite der Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, der zeitlich abzugrenzende Ausgaben oder Erträge erfasst.In der Beratung dient die Aktivseite der Bilanz dazu, die Vermögensstruktur, Liquidität und Kapitalbindung eines Unternehmens zu analysieren. Sie zeigt, wie flexibel und investitionsfähig ein Unternehmen ist – und ob die vorhandenen Mittel wirtschaftlich eingesetzt werden.

Bilanz - Passiva
"Die Passivseite einer Bilanz zeigt, woher das Kapital eines Unternehmens stammt – also die Mittelherkunft. Sie gibt Auskunft darüber, wer dem Unternehmen Kapital zur Verfügung gestellt hat und in welcher Form: als Eigenkapital oder Fremdkapital. Die Passiva gliedern sich typischerweise in drei Hauptbereiche:Eigenkapital – z. B. gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Jahresüberschuss
→ zeigt den Anteil der Eigentümer am Unternehmen Rückstellungen – z. B. für Steuern, Personal oder Gewährleistungen
→ Verbindlichkeiten mit ungewisser Höhe oder Fälligkeit Verbindlichkeiten – z. B. gegenüber Banken, Lieferanten oder aus Lieferungen und Leistungen
→ Schulden mit festem Betrag und klarer ZahlungsfristIn der Beratungspraxis ist die Passivseite zentral für die Analyse der Finanzierungsstruktur, Bonität und Kapitalbindung. Sie hilft, die Stabilität, Unabhängigkeit und Risikolage eines Unternehmens zu bewerten. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital ist dabei oft ein wichtiges Ziel."

Bildungsurlaub
Bildungsurlaub ist ein gesetzlich geregelter Sonderurlaub, den Arbeitnehmer:innen in den meisten Bundesländern in Deutschland nutzen können, um sich beruflich oder politisch weiterzubilden – bei voller Lohnfortzahlung. Anspruch besteht in der Regel auf 5 Tage pro Jahr (in manchen Bundesländern auf 10 Tage innerhalb von zwei Jahren). Wichtig: 
– Gilt nur für Arbeitnehmer:innen, nicht für Selbstständige
– Die Weiterbildung muss in einem vom Bundesland anerkannten Kursprogramm stattfinden
– Der Antrag muss rechtzeitig vor Kursbeginn beim Arbeitgeber eingereicht werden (meist 6 Wochen vorher)
– Nicht in allen Bundesländern gesetzlich geregelt (z. B. Bayern und Sachsen nicht)In der Beratungspraxis ist Bildungsurlaub ein wichtiges Argument zur Teilnahmeförderung, z. B. bei Kompaktlehrgängen, da er Zeit und finanzielle Hürden senken kann. Voraussetzung: Der Anbieter und das Seminar müssen als bildungsurlaubsfähig anerkannt sein – je nach Bundesland."

Break-even-Analyse
Die Break-even-Analyse (auch Gewinnschwellenanalyse) ist ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Ermittlung des Punktes, an dem Erlöse und Kosten eines Unternehmens genau übereinstimmen – also weder Gewinn noch Verlustentstehen. Dieser Punkt wird als Break-even-Point bezeichnet. Er gibt an, wie viele Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden müssen, um die Fixkosten zu decken. Erst ab diesem Punkt erwirtschaftet das Unternehmen Gewinn. Die Analyse basiert auf der Unterscheidung von fixen und variablen Kosten und wird häufig in der Gründungsphase, bei Investitionsentscheidungen oder zur Preisfindung eingesetzt.In der Beratungspraxis dient die Break-even-Analyse dazu, Geschäftsmodelle auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit hin zu überprüfen, realistische Umsatzziele zu setzen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Wichtig ist dabei: Die Aussagekraft hängt stark von der Qualität der zugrunde liegenden Annahmen ab – insbesondere bei Kostenstruktur, Preisniveau und Absatzprognose."

Buchführungspflicht
Die Buchführungspflicht bezeichnet die gesetzliche Verpflichtung von Unternehmen, ihre Geschäftsvorfälle laufend, systematisch und nachvollziehbar zu dokumentieren – in Form einer ordnungsgemäßen Buchhaltung.In der Beratungspraxis ist die Buchführungspflicht relevant bei Rechtsformwahl, Steuerplanung und Unternehmensgründung. Verstöße führen zu rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen."

Business Coach
Ein Business Coach begleitet Führungskräfte, Selbstständige oder Teams bei beruflichen Fragestellungen mit dem Ziel, Leistung, Klarheit und persönliche Wirksamkeit zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Führung, Kommunikation, Entscheidungsverhalten, Konfliktlösung, Selbstmanagement oder berufliche Neuorientierung.Im Unterschied zur klassischen Beratung gibt der Business Coach keine direkten Lösungen vor, sondern unterstützt durch strukturierte Gespräche, gezielte Fragen und erprobte Methoden dabei, eigene Lösungen zu entwickeln. Die Rolle ist neutral, vertrauensvoll und partnerschaftlich – oft auch mit strategischer oder systemischer Perspektive.In der Beratungspraxis wird Business Coaching besonders bei Veränderungsprozessen, Rollenwechseln, Wachstumsphasen oder persönlichen Blockaden eingesetzt. Entscheidend für den Erfolg sind Zielklarheit, professionelles Vorgehen und eine tragfähige Beziehung zwischen Coach und Coachee."

Businessplan
"Ein Businessplan ist ein strukturiertes Dokument, das ein Geschäftsmodell beschreibt und die wesentlichen Planungen für die Umsetzung darstellt – von der Idee über Markt und Wettbewerb bis hin zu Finanzierung, Marketing und Organisation. Er dient als Leitfaden für die Unternehmensführung und als Entscheidungsgrundlage für Banken, Investoren oder Förderstellen. Neben einer fundierten Finanzplanung enthält er auch eine Einschätzung zu Chancen und Risiken. In der Beratungspraxis ist der Businessplan ein zentrales Instrument zur Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und zur Vorbereitung unternehmerischer Entscheidungen.Der Businessplan sollte realistisch, nachvollziehbar und gut strukturiert sein. Wichtig: Er ist kein starres Dokument, sondern ein lebendiges Planungsinstrument, das regelmäßig aktualisiert und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden sollte. In der Beratungspraxis ist der Businessplan ein zentrales Werkzeug zur Beurteilung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit von Geschäftsmodellen."

C

Cashflow
Der Cashflow misst den tatsächlichen Zahlungsmittelzufluss und -abfluss eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums – also wie viel „echtes Geld“ ins Unternehmen hineinfließt und wieder herausgeht. Er zeigt, ob ein Unternehmen in der Lage ist, aus eigener Kraft Investitionen zu tätigen, Schulden zu tilgen oder Ausschüttungen vorzunehmen, und gilt deshalb als zentrale Kennzahl der Finanzkraft und Liquidität. Man unterscheidet zwischen operativem Cashflow (aus dem laufenden Geschäft), investivem Cashflow (z. B. aus Kauf oder Verkauf von Anlagen) und finanziellem Cashflow (z. B. durch Kredite oder Kapitalerhöhungen).In der Beratungspraxis ist der Cashflow oft aussagekräftiger als der Jahresüberschuss, da er nicht durch bilanzielle Gestaltung beeinflusst wird. Ein positiver operativer Cashflow ist ein klares Zeichen für wirtschaftliche Stabilität, während ein dauerhaft negativer Cashflow auf strukturelle Probleme hinweist. Besonders bei Start-ups und Expansionsvorhaben ist eine genaue Cashflow-Planung essenziell, um Zahlungsengpässe zu vermeiden."

Change Management
Change Management ist die gezielte Steuerung und Begleitung von Veränderungsprozessen in Organisationen mit dem Ziel, strukturelle, strategische oder kulturelle Neuerungen erfolgreich umzusetzen. Häufige Anlässe sind Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle, Reorganisationen oder ein Wechsel in der Unternehmensführung. Ein gutes Change Management berücksichtigt sowohl fachliche als auch menschliche Faktoren. Entscheidend ist dabei, dass Mitarbeitende eingebunden werden und Widerstände durch offene Kommunikation und glaubwürdige Führung frühzeitig adressiert werden.Change Management beginnt mit der Analyse der Ausgangssituation, einer klaren Zielsetzung und einer Strategie, die sowohl technische als auch emotionale Aspekte umfasst. Neben klaren Zielen und Maßnahmen braucht es vor allem eine offene Kommunikation, glaubwürdige Führung und den konstruktiven Umgang mit Widerständen. Der Veränderungsprozess soll nicht nur umgesetzt, sondern auch im Denken und Handeln der Organisation verankert werden. In der Beratungspraxis ist Change Management ein zentraler Hebel für nachhaltige Transformation und langfristigen Unternehmenserfolg.

Coaching
Coaching ist eine ziel- und lösungsorientierte Begleitung von Personen oder Teams, meist im beruflichen Kontext. Es dient dazu, Ressourcen zu aktivieren, Perspektiven zu erweitern und individuelle Ziele zu erreichen – z. B. in Führung, Kommunikation, Entscheidungsfindung oder Veränderungssituationen. Der Coach stellt keine direkten Lösungen bereit, sondern begleitet durch Fragen, Reflexion und methodische Impulse. Coaching ist freiwillig, vertraulich und auf Augenhöhe – und unterscheidet sich klar von Beratung (Fachinput) oder Therapie (Behandlung psychischer Störungen). In der Praxis ist Coaching besonders wirksam bei Führungskräfteentwicklung, Teamkonflikten, Veränderungsprozessen oder persönlicher Standortbestimmung. Entscheidend für den Erfolg sind Vertrauen, Zielklarheit und ein professioneller Rahmen.

Controlling
Controlling ist ein zentrales Steuerungsinstrument der Unternehmensführung. Es umfasst die Planung, Kontrolle und Steuerung aller finanziellen und strategischen Prozesse, um die Zielerreichung des Unternehmens sicherzustellen. Ziel des Controllings ist es, Transparenz zu schaffen, Entscheidungen fundiert vorzubereiten und die Wirtschaftlichkeit sowie Effizienz von Maßnahmen zu überprüfen. Controlling beschränkt sich nicht auf Zahlenanalyse – es ist ein integrativer Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Neben der klassischen Kostenrechnung gehören auch Budgetierung, Soll-Ist-Vergleiche, Forecasts, Kennzahlensysteme (z. B. ROI, EBIT, Deckungsbeitrag) und strategische Analysen zum Aufgabenbereich.In der Beratungspraxis spielt Controlling eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen, der Bewertung von Projekten und der Identifikation von Optimierungspotenzialen. Es verbindet operative Daten mit strategischen Zielen – und ist damit ein wesentliches Instrument, um Unternehmen langfristig erfolgreich zu führen. Wichtig: Gutes Controlling liefert nicht nur Zahlen, sondern auch Interpretationen und Handlungsoptionen.

D

Darlehen
Ein Darlehen ist eine befristete Kapitalüberlassung gegen Rückzahlung, häufig mit Zinsen. Es zählt zum Fremdkapital und wird typischerweise für Investitionen oder Liquiditätsbedarf genutzt. Typische Darlehensarten nach Rückzahlungsform: Tilgungsdarlehen – gleichbleibende Tilgungsbeträge – Zinsbelastung sinkt mit jeder Rate – Gesamtbelastung nimmt über die Laufzeit ab Annuitätendarlehen – gleichbleibende Gesamtjahresrate (Annuität) – Tilgungsanteil steigt, Zinsanteil sinkt über die Laufzeit – häufig bei Immobilien- oder langfristigen Investitionsfinanzierungen In der Beratungspraxis sind diese Modelle wichtig für die Liquiditätsplanung, Kreditvergleiche und Investitionsentscheidungen. Die Wahl hängt von Zinssatz, Laufzeit, Flexibilität und Unternehmenszielen ab.

Deckungsbeitrag (absolut / relativ)
Der Deckungsbeitrag ist eine zentrale betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einzelner Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsbereiche. Er gibt an, welchen Beitrag ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zum Gewinn eines Unternehmens leistet. Der absolute Deckungsbeitrag berechnet sich als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den variablen Kosten eines Produkts. Er zeigt also, wie viel pro Stück oder Auftrag zur Fixkostendeckung „übrig bleibt“. Der relative Deckungsbeitrag setzt diesen Betrag ins Verhältnis zu einem Engpassfaktor – z. B. zur benötigten Produktionszeit – und hilft dabei, bei knappen Ressourcen die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung zu treffen. Beispiel: Ein Produkt mit hohem absoluten, aber geringem relativen Deckungsbeitrag kann bei Kapazitätsengpässen weniger attraktiv sein als ein anderes mit niedrigerem Stückbeitrag, aber besserem Verhältnis zur eingesetzten Zeit. In der Beratungspraxis ist die Deckungsbeitragsrechnung ein wichtiges Instrument zur Preiskalkulation, Sortimentssteuerung, Break-even-Analyse und zur Bewertung von Geschäftsmodellen. Sie liefert eine deutlich differenziertere Sicht als die klassische Gewinn- und Verlustrechnung – insbesondere im Hinblick auf operative Entscheidungen.

Diversifikation
Diversifikation ist eine Wachstums- und Risikostrategie, bei der ein Unternehmen neue Produkte, Dienstleistungen oder Märkte erschließt, um sich breiter aufzustellen. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren, neue Umsatzquellen zu erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Man unterscheidet: – Horizontale Diversifikation: Neue Produkte im bestehenden Marktumfeld – Vertikale Diversifikation: Ausweitung entlang der Wertschöpfungskette (z. B. eigene Produktion oder Vertrieb) – Laterale Diversifikation: Einstieg in völlig neue Märkte ohne direkten Bezug zum Kerngeschäft In der Beratungspraxis ist Diversifikation ein zentrales Thema bei Wachstumsstrategien, Geschäftsmodellentwicklung oder Risikomanagement – sinnvoll, wenn sie strategisch durchdacht, finanziell tragfähig und marktbezogen realistisch umgesetzt wird.

Due Diligence
Due Diligence bezeichnet die sorgfältige Prüfung und Analyse eines Unternehmens vor einer geplanten Transaktion – etwa einem Unternehmenskauf, einer Beteiligung oder einer Fusion. Ziel ist es, Chancen, Risiken, Stärken und Schwächen des Zielunternehmens systematisch zu erfassen, um fundierte Entscheidungen treffen und potenzielle Haftungs- oder Finanzrisiken frühzeitig erkennen zu können. Die Prüfung erfolgt meist in mehreren Bereichen: wirtschaftlich (z. B. Umsatzentwicklung, Geschäftsmodell), rechtlich (z. B. Verträge, Gesellschaftsstruktur), steuerlich (z. B. Steuerrisiken, Verlustvorträge), finanziell (z. B. Vermögenslage, Schulden) und zunehmend auch in Bezug auf Nachhaltigkeit und Compliance. In der Beratungspraxis ist die Due Diligence ein zentrales Instrument bei M&A-Prozessen (Mergers & Acquisitions). Sie schafft Transparenz, reduziert Unsicherheiten und bildet die Grundlage für die Bewertung eines Unternehmens sowie die Ausgestaltung von Kaufverträgen. Wichtig: Eine Due Diligence ist kein Selbstzweck, sondern ein risikoorientiertes Prüfverfahren mit hoher Relevanz für die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Deals.

E

Effektivität
Effektivität beschreibt das Maß der Zielerreichung – also wie wirksam eine Maßnahme oder ein Vorgehen ist. Ein Unternehmen oder eine Person handelt effektiv, wenn die richtigen Dinge getan werden, um ein definiertes Ziel zu erreichen – unabhängig davon, wie viele Ressourcen dabei verbraucht werden. Es geht also darum, ob ein gewünschter Effekt tatsächlich eintritt, nicht darum, wie effizient er erreicht wurde. Effektivität steht in engem Zusammenhang mit Strategie und Zielklarheit. Ohne klare Ziele kann keine Effektivität gemessen werden. Typische Fragen zur Bewertung lauten: Wurden die angestrebten Ergebnisse erreicht? Tragen die eingesetzten Maßnahmen zur Zielverwirklichung bei? In der Beratungspraxis dient die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz der gezielten Analyse: Ein Prozess kann effizient, aber nicht effektiv sein – etwa wenn ein Team sehr schnell an einem Ziel arbeitet, das jedoch strategisch falsch gesetzt wurde. Effektivität ist daher eng mit der Qualität der Zieldefinition, der Ausrichtung von Maßnahmen und der Erfolgskontrolle verbunden – und bildet die Basis jeder wirkungsvollen Unternehmensführung.

Effizienz
Effizienz beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen (z. B. Zeit, Geld, Personal) und dem daraus erzielten Ergebnis. Ein Unternehmen handelt effizient, wenn es mit möglichst geringem Mitteleinsatz ein bestimmtes Ziel erreicht – oder bei gegebenem Mitteleinsatz das bestmögliche Ergebnis erzielt. Es geht also nicht nur darum, etwas richtig zu tun, sondern es möglichst ressourcenschonend und wirtschaftlich umzusetzen. Effizienz ist von Effektivität zu unterscheiden: Während Effektivität das ob der Zielerreichung misst („Tun wir das Richtige?“), fragt Effizienz nach dem wie gut („Tun wir es auf die bestmögliche Weise?“). In der Beratungspraxis ist Effizienz ein zentrales Kriterium bei der Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen, Strukturen und Ressourcenallokation. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung können z. B. Prozessautomatisierung, Kostenreduktion oder besseres Zeitmanagement sein. Wichtig: Eine Steigerung der Effizienz darf nicht zulasten der Qualität oder der strategischen Ziele gehen – sonst drohen Fehlanreize und operative Übersteuerung.

Eigenkapital
Eigenkapital ist das Kapital, das den Eigentümer:innen eines Unternehmens gehört. Es bildet den Risikoträger des Unternehmens, da es nicht zurückgezahlt werden muss – im Gegensatz zum Fremdkapital. Eigenkapital zeigt, wie viel Vermögen im Unternehmen aus eigener Kraft finanziert wurde. Typische Bestandteile sind: - Gezeichnetes Kapital – z. B. Stammkapital (GmbH) oder Grundkapital (AG) - Kapitalrücklage – Einlagen der Gesellschafter über das Nominalkapital hinaus - Gewinnrücklagen – einbehaltene Gewinne zur Stärkung des Eigenkapitals - Gewinn-/Verlustvortrag – Ergebnisvorträge aus dem Vorjahr - Jahresüberschuss/-fehlbetrag – Ergebnis des aktuellen Geschäftsjahres Ein hoher Eigenkapitalanteil stärkt die Bonität, Unabhängigkeit und Krisenfestigkeit eines Unternehmens. In der Beratung ist Eigenkapital eine zentrale Kennzahl für Finanzierungsstruktur, Investitionsfähigkeit und Unternehmensbewertung.

Einkommenssteuer
Die Einkommensteuer ist eine direkte Steuer auf das Einkommen natürlicher Personen. Sie wird in Deutschland auf alle Einkünfte erhoben, z. B. aus nichtselbstständiger Arbeit, selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb, Kapitalvermögen, Vermietung oder Renten. Wichtiges zur Einkommensteuer: – Progressiver Steuersatz: von derzeit 14 % bis 45 % – Gilt für natürliche Personen, nicht für Kapitalgesellschaften (diese zahlen Körperschaftsteuer) – Wird durch Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgerechnet – Freibeträge und Werbungskosten mindern das zu versteuernde Einkommen (z. B. Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag) In der Beratung ist die Einkommensteuer zentral bei Gründungen, Wahl der Rechtsform, Steueroptimierung oder bei nebenberuflicher Selbstständigkeit. Wer selbstständig ist, muss vierteljährlich Vorauszahlungen leisten und die Einkünfte genau dokumentieren.

Einzelkosten
Einzelkosten sind Kosten, die direkt und eindeutig einem bestimmten Produkt, Auftrag oder einer Leistung zugeordnet werden können. Beispiele sind direkte Materialkosten (z. B. Rohstoffe) oder Fertigungslöhne. Einzelkosten bilden die Basis der direkten Produktkalkulation und bestimmen wesentlich die Wirtschaftlichkeit einzelner Leistungen.

Engpassfaktor
Ein Engpassfaktor ist derjenige limitierende Faktor innerhalb eines Unternehmens oder Projekts, der den gesamten Output oder Erfolg maßgeblich begrenzt. Er stellt somit den knappsten und zugleich erfolgsentscheidenden Ressourcen- oder Wirkungsfaktor dar – unabhängig davon, wie leistungsfähig andere Bereiche sind. Typische Engpassfaktoren können z. B. begrenzte Produktionskapazitäten, fehlendes Fachpersonal, knappe Finanzmittel, unklare Zielgruppenansprache oder mangelnde Sichtbarkeit am Markt sein. Auch Zeit, Wissen oder Entscheidungskompetenz können zum Engpass werden.In der strategischen Beratung spielt der Engpassfaktor eine zentrale Rolle, insbesondere im Kontext der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS). Der Grundgedanke: Nicht der Ausbau vorhandener Stärken bringt den größten Fortschritt, sondern die Auflösung des jeweils dominierenden Engpasses. Wichtig ist dabei: Engpassfaktoren verändern sich im Zeitverlauf. Was heute den größten Engpass darstellt, kann morgen schon überwunden sein – und ein anderer begrenzender Faktor rückt in den Fokus. Erfolgreiche Unternehmen analysieren daher regelmäßig ihre Wertschöpfungskette und steuern gezielt dort, wo der Engpass am größten ist.

Engpassstrategie
Die Engpassstrategie ist ein unternehmerisches Denk- und Steuerungsprinzip, das sich darauf konzentriert, knappe oder begrenzende Faktoren im Unternehmen gezielt zu identifizieren und zu optimieren, da sie den Gesamterfolg wesentlich bestimmen. Der Begriff geht auf die „Engpasstheorie“ von Wolfgang Mewes zurück und bildet das Kernstück der Engpasskonzentrierten Strategie (EKS).Ein Engpass kann materiell (z. B. Produktionskapazität), personell (z. B. Fachkräfte) oder immateriell (z. B. fehlendes Know-how oder Marktzugang) sein. Statt Ressourcen breit zu streuen, setzt die Engpassstrategie darauf, das wichtigste Nadelöhr zu erkennen und gezielt zu beheben, da dies oft die größte Hebelwirkung auf Wachstum, Ertrag oder Wettbewerbsfähigkeit entfaltet.In der Beratungspraxis wird die Engpassstrategie vor allem bei kleineren und mittleren Unternehmen angewendet, um fokussiertes Wachstum zu ermöglichen. Sie verlangt eine konsequente Markt- und Zielgruppenorientierung, eine klare Spezialisierung und ein tiefes Verständnis für den Nutzen aus Kundensicht. Ziel ist nicht schnelle Expansion, sondern langfristige Positionierung durch Problemlösung an der empfindlichsten Stelle des Marktes.

Erlöse / Umsatzerlöse
Erlöse – im engeren Sinne Umsatzerlöse – bezeichnen die Gegenleistung, die ein Unternehmen für den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen erhält. Sie entstehen durch die betriebsgewöhnliche Tätigkeit eines Unternehmens und stellen den wichtigsten Bestandteil der betrieblichen Ertragsseite dar. Umsatzerlöse sind der zentrale Ausgangspunkt für viele betriebswirtschaftliche Berechnungen – etwa für Deckungsbeitragsrechnungen, Rentabilitätsanalysen oder Umsatzrenditen. Sie werden in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) meist als erste Position ausgewiesen und unterliegen dem Zahlungs- oder Leistungszeitpunkt, je nach angewandter Rechnungslegung.Wichtig ist die Abgrenzung zu sonstigen Erlösen, die aus Nebentätigkeiten oder außerordentlichen Geschäften stammen (z. B. Verkauf von Anlagevermögen, Zinserträge). Umsatzerlöse beziehen sich ausschließlich auf den Kernzweck des Unternehmens.In der Beratungspraxis sind Erlöse nicht nur eine Kennzahl für den Unternehmenserfolg, sondern auch Basis für die Beurteilung von Geschäftsmodellen, Preisstrategien und Marktpotenzialen. Dabei gilt: Hohe Erlöse bedeuten nicht automatisch hohe Gewinne – entscheidend ist das Verhältnis zu den Kosten.

Ertragsvorschau
Die Ertragsvorschau ist eine betriebswirtschaftliche Prognose, die die erwarteten Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum – meist ein bis drei Jahre – gegenüberstellt. Ziel ist es, die künftige Ertragslage realistisch abzuschätzen und damit die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Geschäftsmodells oder Vorhabens zu bewerten.Sie ist ein zentraler Bestandteil von Businessplänen, Finanzierungsanträgen oder Investitionsentscheidungen und zeigt, ob und wann mit einem Gewinn zu rechnen ist. Die Ertragsvorschau basiert auf Annahmen zu Umsätzen, Kostenstruktur, Marktverhalten und Preisentwicklung – je nach Ausgestaltung als optimistische, realistische oder pessimistische Variante.In der Beratungspraxis wird die Ertragsvorschau genutzt, um Investoren, Banken oder Förderstellen von der Rentabilität eines Vorhabens zu überzeugen. Gleichzeitig ist sie ein wichtiges Steuerungsinstrument für Unternehmer:innen selbst, um strategische Entscheidungen frühzeitig auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen hin zu prüfen. Wichtig: Die Qualität der Vorschau hängt stark von der Plausibilität der Annahmen und der Nachvollziehbarkeit der Herleitung ab.

F

Finanzierung
Finanzierung bezeichnet die Bereitstellung von Kapital zur Gründung, Aufrechterhaltung oder Weiterentwicklung eines Unternehmens. Sie ist ein zentraler Bestandteil jeder unternehmerischen Tätigkeit und umfasst sowohl die Kapitalbeschaffung (z. B. für Investitionen, Betriebsmittel oder Wachstum) als auch die Kapitalstrukturierung (Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital).Grundsätzlich wird zwischen Eigenfinanzierung (z. B. durch Gesellschaftereinlagen, Beteiligungen, Rücklagenbildung) und Fremdfinanzierung (z. B. Bankkredite, Förderdarlehen, Leasing, Factoring) unterschieden. Daneben gibt es moderne Finanzierungsformen wie Crowdfunding oder Mezzanine-Kapital, die Elemente von Eigen- und Fremdkapital kombinieren.In der Beratungspraxis spielt Finanzierung eine doppelte Rolle: Zum einen als strategisches Thema – etwa bei Wachstumsfinanzierung, Nachfolge oder Restrukturierung. Zum anderen als operatives Thema – etwa beim Liquiditätsmanagement oder bei der Vorbereitung auf Bankgespräche. Entscheidend ist nicht nur die Höhe des Kapitals, sondern auch die Konditionen, die Flexibilität und die Auswirkungen auf die Unabhängigkeit des Unternehmens. Wichtig: Eine durchdachte Finanzierungsstrategie berücksichtigt den Kapitalbedarf, die Rückzahlungsfähigkeit, das Risiko und die unternehmerischen Ziele gleichermaßen.

Förderung
Förderung bezeichnet die gezielte finanzielle oder beratende Unterstützung durch staatliche oder private Institutionen, um bestimmte wirtschaftliche, soziale oder innovative Ziele zu erreichen – z. B. Gründungen, Investitionen, Weiterbildung, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit. Förderungen erfolgen in Form von: – Zuschüssen (nicht rückzahlbar) – Förderdarlehen (zinsgünstig, teils tilgungsfrei) – Bürgschaften, Garantien oder Beteiligungen – Beratungsförderung (z. B. BAFA, KfW, Länderprogramme) In der Beratungspraxis ist Förderung ein zentraler Bestandteil der Finanzierungsstrategie – besonders für KMU, Start-ups und gemeinnützige Organisationen. Erfolgreiche Fördermittelnutzung erfordert passgenaue Auswahl, fristgerechte Antragstellung und saubere Projektabrechnung.

Fremdkapital
Fremdkapital ist der Teil des Kapitals eines Unternehmens, der von Dritten zur Verfügung gestellt wird – also nicht vom Unternehmen selbst stammt. Es umfasst alle Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die zurückgezahlt oder erfüllt werden müssen.Typische Formen sind:– Darlehen & Hypotheken – Lieferantenverbindlichkeiten – Rückstellungen (z. B. für Steuern, Pensionen)Fremdkapital steht dem Unternehmen zeitlich befristet zur Verfügung und verursacht in der Regel Zins- oder Rückzahlungspflichten. In der Beratung ist es wichtig für die Analyse der Kapitalstruktur, Liquidität und Finanzierungskosten. Ein ausgewogenes Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital stärkt die Stabilität und Bonität eines Unternehmens.

G

Gemeinkosten
Gemeinkosten sind Kosten, die nicht eindeutig einem bestimmten Produkt oder Auftrag zugeordnet werden können, sondern allgemein für die betrieblichen Abläufe anfallen – z. B. Miete, Verwaltungskosten, Energiekosten. Gemeinkosten werden über Schlüsselgrößen auf einzelne Produkte oder Kostenstellen verteilt und sind entscheidend für eine vollständige und realistische Kalkulation.

Geschäftsmodell
Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie ein Unternehmen Wert schafft, vermittelt und abschöpft – vereinfacht gesagt: wie es Geld verdient. Es bildet das Grundgerüst für die wirtschaftliche Tätigkeit eines Unternehmens und beantwortet zentrale Fragen wie: Wer ist die Zielkundschaft? Welches Problem wird gelöst? Mit welchem Angebot? Über welche Kanäle? Und wie wird daraus Ertrag generiert?Ein Geschäftsmodell besteht in der Regel aus mehreren Bausteinen, darunter Kundensegmente, Wertversprechen (Value Proposition), Vertriebskanäle, Kundenbeziehungen, Einnahmequellen, Schlüsselressourcen, Kernaktivitäten, Partnernetzwerke und Kostenstruktur. Ein weit verbreitetes Analysewerkzeug ist das Business Model Canvas, das diese Elemente visuell darstellt.In der Beratungspraxis ist die Entwicklung oder Optimierung von Geschäftsmodellen eine häufige Aufgabe – insbesondere bei Start-ups, digitalen Transformationen oder Neupositionierungen. Dabei geht es nicht nur um das Produkt oder die Dienstleistung, sondern um das gesamte System wirtschaftlicher Wertschöpfung. Ein gutes Geschäftsmodell ist skalierbar, verständlich, differenzierend – und anpassungsfähig gegenüber Veränderungen im Marktumfeld.

Gewerbebetrieb
Ein Gewerbebetrieb ist eine selbstständige, auf Dauer und Gewinnerzielung angelegte wirtschaftliche Tätigkeit, die nicht zu den freien Berufen oder zur Land- und Forstwirtschaft zählt. Er unterliegt in der Regel der Gewerbesteuer und muss beim Gewerbeamt angemeldet werden. In der Beratung spielt der Gewerbebetrieb eine zentrale Rolle bei Gründungen, steuerlichen Einordnungen und der Wahl der passenden Rechtsform. Die Abgrenzung zu freiberuflichen Tätigkeiten ist oft entscheidend für steuerliche Pflichten und Buchführungsanforderungen.

Gewerbesteuer
Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer auf den Gewinn von Gewerbebetrieben und betrifft alle Unternehmen, die in Deutschland gewerblich tätig sind – insbesondere Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG), aber auch Einzelunternehmen und Personengesellschaften.Die Höhe der Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbeertrag, dem ein einheitlicher Steuersatz von 3,5 % (Messbetrag) zugrunde liegt. Dieser wird mit dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde multipliziert – je nach Standort liegt die tatsächliche Belastung durchschnittlich bei ca. 15%.In der Beratung spielt die Gewerbesteuer eine wichtige Rolle bei der Standortwahl, der Rechtsformentscheidung und der steuerlichen Planung. Für Einzelunternehmen und Personengesellschaften gibt es einen Freibetrag von 24.500 €, Kapitalgesellschaften zahlen Gewerbesteuer ohne Freibetrag. Wichtig: Die Gewerbesteuer ist nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig, wird aber teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet.

Gründungsberatung
Gründungsberatung ist die professionelle Unterstützung bei der Planung und Umsetzung einer Selbstständigkeit. Sie hilft angehenden Unternehmer:innen, ihre Geschäftsidee zu konkretisieren, Risiken realistisch einzuschätzen und die wichtigsten Schritte von der Idee bis zur Umsetzung fundiert zu gestalten. Typische Themen sind: Businessplan, Rechtsformwahl, Finanzierung, Fördermittel, Steuern, Marketing und Positionierung. Ziel ist es, die Gründung rechtlich sicher, wirtschaftlich tragfähig und strategisch durchdachtaufzustellen.In der Praxis ist Gründungsberatung besonders wertvoll, um Fehler frühzeitig zu vermeiden, Chancen gezielt zu nutzen und mit einem klaren Fahrplan in die Selbstständigkeit zu starten.

GuV
Die Gewinn- und Verlustrechnung – kurz GuV – ist ein zentraler Bestandteil des Jahresabschlusses und zeigt, wie sich das Jahresergebnis eines Unternehmens zusammensetzt. Sie stellt Aufwendungen und Erträge eines Geschäftsjahres gegenüber und ermittelt daraus den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag. Ziel der GuV ist es, den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zeitbezogen darzustellen, im Gegensatz zur Bilanz, die den Stand zu einem Stichtag abbildet. Es gibt zwei Darstellungsformen: das Gesamtkostenverfahren und das Umsatzkostenverfahren – beide sind handelsrechtlich zulässig.In der Beratungspraxis ist die GuV entscheidend für die Erfolgsanalyse, Kennzahlenbildung (z. B. EBIT, Umsatzrendite) und Steuerplanung. Sie liefert wichtige Anhaltspunkte für Ertragsquellen, Kostenstruktur und operative Effizienz.

I

IHK
Die IHK ist eine öffentliche Selbstverwaltungsorganisation der regionalen Wirtschaft. Alle gewerblichen Unternehmen – außer Freiberufler:innen und Handwerksbetriebe – sind pflichtmitglied in ihrer zuständigen IHK.Aufgaben der IHK: – Interessenvertretung der Wirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung – Aus- und Weiterbildung (z. B. IHK-Zertifikatslehrgänge, Prüfungen, Ausbildungsberatung) – Beratung von Unternehmen bei Gründung, Finanzierung, Recht, Internationalisierung – Organisation und Abnahme von Prüfungen in der beruflichen Bildung – Ausstellung von Bescheinigungen, Ursprungszeugnissen und ExportdokumentenIn der Beratungspraxis ist die IHK ein wichtiger Partner für Unternehmer:innen, insbesondere bei Gründung, Ausbildung, Zertifizierung und Weiterbildung. Jede Region hat ihre eigene IHK – mit regional angepassten Angeboten.

IHK-Zertifikat
Ein IHK-Zertifikat bescheinigt die erfolgreiche Teilnahme an einer qualifizierten Weiterbildung, die von einer Industrie- und Handelskammer (IHK) oder einem zugelassenen Bildungsträger durchgeführt wird. Es bestätigt, dass die Teilnehmenden praxisrelevantes Fachwissen erworben und die vorgesehenen Prüfungs- oder Leistungsnachweise erbracht haben.IHK-Zertifikate gibt es in zwei Varianten: – Zertifikatslehrgänge: praxisorientierte Weiterbildungen (z. B. „Unternehmensberater/in (IHK)“) mit festgelegtem Umfang und Leistungsnachweis – Fortbildungsabschlüsse nach BBiG: z. B. Fachwirt, Meister oder Betriebswirt – öffentlich-rechtlich anerkannt, mit bundeseinheitlicher PrüfungEin IHK-Zertifikat genießt hohe Akzeptanz bei Arbeitgebern, unterstreicht die berufliche Qualifikation und ist oft ein Türöffner für neue berufliche Perspektiven – besonders im Bereich der beruflichen Weiterbildung, Selbstständigkeit oder Spezialisierung.

Innovation
Innovation bezeichnet die gezielte Entwicklung und erfolgreiche Umsetzung von neuen Ideen, Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen, die für Kunden, Unternehmen oder Märkte einen Mehrwert schaffen.In der Beratungspraxis ist Innovation ein zentraler Faktor für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit. Sie umfasst nicht nur technologische Neuerungen, sondern auch organisatorische oder soziale Veränderungen – entscheidend ist dabei stets der spürbare Nutzen und die erfolgreiche Markteinführung.

Investitionsrechung (statisch / dynamisch)
Die Investitionsrechnung ist ein betriebswirtschaftliches Verfahren zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit geplanter Investitionen – etwa beim Kauf von Maschinen, der Einführung neuer Produkte oder dem Aufbau eines neuen Standortes. Ziel ist es, fundierte Entscheidungen über den Einsatz von Kapital zu treffen, indem die zukünftigen Ein- und Auszahlungen systematisch analysiert und bewertet werden.Es wird zwischen statischen und dynamischen Verfahren unterschieden: – Statische Verfahren (z. B. Kostenvergleich, Gewinnvergleich, Rentabilitätsrechnung, Amortisationsrechnung) arbeiten mit Durchschnittswerten und sind einfach anwendbar, berücksichtigen jedoch weder den Zeitwert des Geldes noch Zahlungszeitpunkte. – Dynamische Verfahren (z. B. Kapitalwertmethode, interne Zinsfußmethode, Annuitätenmethode) analysieren die Zahlungsströme über die gesamte Laufzeit einer Investition und diskontieren diese auf einen einheitlichen Bewertungszeitpunkt – meist den heutigen.In der Beratungspraxis ist die Investitionsrechnung ein wichtiges Instrument zur objektiven Beurteilung von Projekten, zur Kapitalbedarfsplanung und zur strategischen Ressourcenallokation. Während statische Verfahren oft als erste Näherung verwendet werden, liefern dynamische Methoden eine präzisere Entscheidungsgrundlage – insbesondere bei größeren oder langfristigen Investitionen.

J

Jahresabschluss
Der Jahresabschluss ist der formale Abschluss der Buchführung für ein Geschäftsjahr und gibt einen strukturierten Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens. Er dient sowohl der internen Unternehmenssteuerung als auch der externen Rechenschaft gegenüber Gesellschaftern, Finanzbehörden, Banken oder Investoren.Der Umfang des Jahresabschlusses hängt von der Rechtsform und Unternehmensgröße ab. Für Kapitalgesellschaften besteht er in der Regel aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und je nach Größe zusätzlich aus Anhang und Lagebericht. Einzelunternehmen und Personengesellschaften haben reduzierte Anforderungen, müssen jedoch ebenfalls Bilanz und GuV vorlegen – sofern sie buchführungspflichtig sind.In der Bilanz werden Aktiva (z. B. Anlagevermögen, Forderungen) und Passiva (z. B. Eigenkapital, Verbindlichkeiten) gegenübergestellt. Die GuV zeigt, welche Aufwendungen und Erträge im Geschäftsjahr angefallen sind, und ob ein Gewinn oder Verlust erzielt wurde.In der Beratungspraxis ist der Jahresabschluss nicht nur Grundlage für steuerliche Pflichten, sondern auch ein wichtiges Instrument zur Unternehmensanalyse. Er ermöglicht Rückschlüsse auf Liquidität, Rentabilität und Kapitalstruktur – vorausgesetzt, er wird nicht nur formal erstellt, sondern auch inhaltlich interpretiert.

Jahresabschluss-Analyse
Die Jahresabschluss-Analyse ist die systematische Auswertung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie ggf. Anhang und Lagebericht, um die wirtschaftliche Lage und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen. Ziel ist es, Kennzahlen und Strukturen zu erkennen, die Aufschluss über Vermögen, Kapital, Ertrag, Liquidität und Rentabilität geben – sowohl für interne Entscheidungen als auch für externe Interessengruppen wie Banken, Investoren oder Geschäftspartner.Zentrale Bestandteile sind die Bilanzanalyse (z. B. Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, Liquiditätsgrade), die Erfolgsanalyse (z. B. Umsatzrendite, EBIT, Gesamtkapitalrentabilität) sowie die Cashflow-Analyse. Neben der Kennzahlenbetrachtung sind auch Entwicklungen über mehrere Jahre, Branchenvergleiche und qualitative Aspekte – etwa Bilanzpolitik oder Bewertungsmethoden – relevant.In der Beratungspraxis dient die Jahresabschluss-Analyse als Grundlage für strategische Entscheidungen, Finanzierungsfragen, Restrukturierungen oder Bewertungen im Rahmen von Unternehmensnachfolgen. Wichtig: Der Jahresabschluss zeigt stets die Vergangenheit – entscheidend ist, daraus zukunftsgerichtete Schlüsse zu ziehen und mit aktuellen Daten und Entwicklungen zu verknüpfen.

K

Kapazität
Kapazität bezeichnet die maximal mögliche Leistungsmenge, die ein Unternehmen, ein Bereich oder eine Ressource innerhalb eines bestimmten Zeitraums erbringen kann – zum Beispiel die Anzahl produzierbarer Einheiten pro Tag, bearbeitbarer Aufträge pro Woche oder verfügbarer Arbeitsstunden pro Monat. Sie hängt ab von technischen, personellen und organisatorischen Gegebenheiten. Man unterscheidet zwischen technischer Kapazität (z. B. Maschinenleistung), personeller Kapazität (z. B. verfügbare Mitarbeitende) und wirtschaftlich sinnvoll nutzbarer Kapazität, bei der auch Kosten und Auslastung berücksichtigt werden.In der Beratungspraxis ist die Kapazitätsanalyse entscheidend für Produktionsplanung, Personalbedarf, Standortentscheidungen und Engpassermittlung. Eine zu geringe Kapazität führt zu Verzögerungen oder Umsatzverlusten, eine zu hohe zu unnötigen Fixkosten. Ziel ist eine möglichst flexible, gut ausgelastete und skalierbare Kapazitätsstruktur, die mit dem Geschäftsvolumen wächst, ohne unnötige Ressourcen zu binden.

Kennzahlen
Kennzahlen sind quantitative Messgrößen, die wirtschaftliche Zusammenhänge verdichten und vergleichbar machen. Sie dienen dazu, die finanzielle Lage, Leistungsfähigkeit und Rentabilität eines Unternehmens zu analysieren und zu steuern. Typische Kennzahlen betreffen z. B. Liquidität, Eigenkapitalquote, Umsatzrendite oder Produktivität. Sie können absolut (z. B. Gewinn) oder relativ (z. B. Rentabilität in %) sein und werden häufig im Rahmen von Controlling, Finanzanalysen oder Geschäftsmodellentwicklung verwendet.In der Beratungspraxis helfen Kennzahlen, Stärken und Schwächen sichtbar zu machen, Entwicklungen zu bewerten und fundierte Entscheidungen vorzubereiten. Entscheidend ist dabei nicht nur der Zahlenwert selbst, sondern die Einordnung im Zeitverlauf und im Vergleich zu Zielen oder Benchmarks.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
KMU ist der Sammelbegriff für kleine und mittlere Unternehmen, die nach der EU-Definition bestimmte Schwellenwerte nicht überschreiten. Sie unterscheiden sich wie folgt:Kleine Unternehmen – < 50 Mitarbeitende – < 10 Mio. € Jahresumsatz oder < 10 Mio. € BilanzsummeMittlere Unternehmen – < 250 Mitarbeitende – < 50 Mio. € Jahresumsatz oder < 43 Mio. € BilanzsummeKMU sind die tragende Säule der deutschen Wirtschaft – sie stehen für Innovation, Flexibilität und regionale Verbundenheit. In der Beratung sind sie besonders relevant, da sie häufig bei Themen wie Wachstum, Finanzierung, Digitalisierung oder Nachfolge auf externe Expertise angewiesen sind. Zahlreiche staatliche Förderprogramme richten sich gezielt an KMU.

KOMPASS Programm
Das KOMPASS-Programm richtet sich an echte Soloselbstständige – also Personen, die allein arbeiten, ohne Angestellte, Minijobber oder Auszubildende. Sie müssen ihren Unternehmenssitz in Deutschland haben und selbstständig wirtschaftlich tätig sein.Förderfähig sind z. B.: – Berater:innen, Coaches, Kreative, IT-Dienstleister:innen, freie Berufe – Keine Scheinselbstständigkeit, keine Ruheständler:innenWichtig: – Der Antrag muss von den Selbstständigen selbst gestellt werden – Vorher ist ein kostenfreies Beratungsgespräch bei einer zertifizierten Stelle verpflichtend – Erst nach Bewilligung darf die Weiterbildung startenGefördert werden Weiterbildungen, die unternehmerische Kompetenzen stärken – etwa in Marketing, Digitalisierung, Strategie oder Geschäftsmodellentwicklung. Bis zu 90 % der Kosten (max. 4.500 €) können übernommen werden.

Körperschaftsteuer
Die Körperschaftsteuer ist eine Einkommensteuer für juristische Personen – also vor allem für Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG oder UG. Besteuert wird der Gewinn des Unternehmens, unabhängig davon, ob dieser ausgeschüttet oder im Unternehmen belassen wird. Die Körperschaftsteuer ist unabhängig von der Gewerbesteuer, fällt aber oft gemeinsam mit ihr an. Die Körperschaftsteuer beträgt derzeit in Deutschland 15 %, hinzu kommt der Solidaritätszuschlag.In der Beratung ist die Körperschaftsteuer relevant bei Gründungen, Rechtsformwahl, Gewinnverwendung und steuerlicher Optimierung. Wichtig: Anders als bei Personengesellschaften unterliegen Kapitalgesellschaften mit ihrem Gesamtergebnis der Körperschaftsteuerpflicht, was die steuerliche Belastung beeinflusst – vor allem bei Gewinnausschüttungen an Gesellschafter.

Kosten - sprungfix
Sprungfixe Kosten (auch intervallfixe oder treppenförmige Kosten genannt) sind eine besondere Form der Fixkosten, die sich nicht stetig, sondern sprunghaft bei Erreichen bestimmter Auslastungsgrenzen verändern. Innerhalb eines bestimmten Produktions- oder Leistungsintervalls bleiben sie konstant, steigen jedoch auf ein höheres Niveau, sobald eine neue Kapazitätsstufe überschritten wird.In der Kostenrechnung und Beratungspraxis sind sprungfixe Kosten besonders relevant bei Wachstumsstrategien, Kapazitätsplanungen und Break-even-Analysen. Sie zeigen, dass Fixkosten nicht immer völlig konstant sind, sondern von realen Kapazitätsgrenzen abhängig – und damit auch planbar. Wichtig ist es, diese Kostenstruktur frühzeitig zu erkennen, um Fehleinschätzungen bei Kalkulation oder Investitionsentscheidungen zu vermeiden.

Kosten - variabel
Variable Kosten sind direkt abhängig von der Produktions- oder Leistungsmenge eines Unternehmens. Sie steigen, wenn mehr produziert oder verkauft wird, und sinken entsprechend bei geringerer Auslastung. Im Gegensatz zu fixen Kosten fallen variable Kosten nur an, wenn tatsächlich Leistung erbracht wird – sie sind also mengenbezogen. In der Kostenrechnung bilden variable Kosten die Basis für Stückkostenkalkulationen, Deckungsbeitragsrechnungen und Break-even-Analysen. Sie sind besonders relevant für kurzfristige Entscheidungen, da sie sich schnell an veränderte Absatzmengen anpassen lassen.Typische Beispiele für variable Kosten sind: – Rohstoffe und Materialien – Energiekosten bei Maschinenlaufzeiten – Transportkosten je Einheit – Provisionen oder Akkordlöhne – Verpackungskosten pro ProduktIn der Beratungspraxis helfen variable Kosten bei der Preisfindung, Margenanalyse und Entscheidungsfindung im Hinblick auf Produktionsausweitung, Rabattstrategien oder Auslastungsplanung. Wichtig: Ein hoher Anteil variabler Kosten erhöht die Flexibilität, senkt aber bei geringen Absatzmengen die Deckung der Fixkosten. Die optimale Kostenstruktur ist daher stets im Gesamtkontext des Geschäftsmodells zu betrachten.

Kosten fix
Fixe Kosten sind unabhängig von der Auslastung oder Produktionsmenge eines Unternehmens – sie fallen regelmäßig an, egal ob viel, wenig oder gar nichts produziert oder verkauft wird. Sie sind damit das Gegenstück zu variablen Kosten, die sich direkt mit der Leistungsmenge verändern. Typische fixe Kosten sind z. B. Mieten, Gehälter, Versicherungen, Abschreibungen oder Lizenzgebühren. Auch wenn ein Unternehmen vorübergehend stillsteht, bleiben diese Kosten in voller Höhe bestehen. Erst wenn sich die grundlegende Struktur ändert (z. B. durch Kündigung von Verträgen oder Personalabbau), lassen sich fixe Kosten reduzieren.In der Unternehmenspraxis sind fixe Kosten ein wichtiger Faktor für das unternehmerische Risiko: Je höher der Fixkostenanteil, desto stärker wirkt sich ein Nachfragerückgang auf das Ergebnis aus. Deshalb spielt die Fixkostenstruktur eine zentrale Rolle in der Break-even-Analyse, im Controlling und in der strategischen Kostenoptimierung.Wichtig: Fixkosten können auch sprungfix sein – also bei Erreichen bestimmter Kapazitätsgrenzen auf ein neues Niveau steigen. Ein differenzierter Blick auf die Fixkosten hilft dabei, Geschäftsmodelle realistisch zu bewerten und die Kostenstruktur flexibel zu halten.

Kostenarten
Kostenarten sind Kategorien, nach denen entstandene Kosten systematisch erfasst und gegliedert werden – z. B. Materialkosten, Personalkosten, Abschreibungen, Mieten oder Energiekosten. Sie bilden die Grundlage der Kostenrechnung und helfen, Transparenz über die Kostenstruktur eines Unternehmens zu schaffen.

Kosteneinflussfaktoren
Kosteneinflussfaktoren sind alle internen und externen Größen, die die Höhe und Struktur der Kosten eines Unternehmens maßgeblich beeinflussen. Sie bestimmen, wie sich Kosten entwickeln, wo Einsparpotenziale bestehen oder an welchen Stellschrauben zur Effizienzsteigerung angesetzt werden kann.Zu den wichtigsten internen Einflussfaktoren zählen: – Produktionsmenge und Auslastung – Organisationsstruktur und Prozesse – Einkaufskonditionen und Lieferantenauswahl – Qualifikation und Einsatz der Mitarbeitenden – Technologieeinsatz und AutomatisierungsgradExterne Einflussfaktoren können sein: – Rohstoffpreise und Energiepreise – gesetzliche Vorgaben (z. B. Mindestlohn, Umweltauflagen) – Marktpreise und Wettbewerbsdruck – Wechselkurse, Zinsen oder InflationIn der Beratungspraxis dienen Kosteneinflussfaktoren als Grundlage für Kostenanalysen, Benchmarking, Prozessoptimierung und strategisches Controlling. Sie helfen, Kosten nicht nur zu erfassen, sondern aktiv zu steuern, indem man gezielt auf beeinflussbare Faktoren einwirkt. Wichtig ist, zwischen veränderbaren und unveränderbaren Einflussgrößen zu unterscheiden – und die Kostenstruktur regelmäßig auf ihre Hebelwirkung hin zu überprüfen.

Kostenrechnung
Die Kostenrechnung ist ein zentrales Instrument der internen Unternehmenssteuerung. Sie dient dazu, alle im Unternehmen entstehenden Kosten systematisch zu erfassen, zuzuordnen und auszuwerten, um fundierte Entscheidungen über Preise, Prozesse und Strukturen treffen zu können. Im Gegensatz zur Finanzbuchhaltung ist sie nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern dient ausschließlich der unternehmensinternen Analyse und Planung. Die Kostenrechnung bildet die Grundlage für Kalkulationen, Wirtschaftlichkeitsanalysen und Preisentscheidungen.In der Beratungspraxis ist sie ein wesentliches Werkzeug zur Transparenzsteigerung, Prozessoptimierung und Ergebnisverbesserung. Wichtig: Die Aussagekraft hängt stark von der Systematik und Aktualität der zugrunde liegenden Daten ab – eine gute Kostenrechnung ist nicht nur präzise, sondern auch entscheidungsrelevant.

Kostenstellen
Kostenstellen sind organisatorisch abgegrenzte Bereiche oder Abteilungen eines Unternehmens, in denen Kosten entstehen und auf die diese verteilt werden können. Beispiele sind Produktion, Vertrieb, Verwaltung. Kostenstellen dienen dazu, Kosten transparent und verursachungsgerecht zuzuordnen, um gezielt Maßnahmen zur Kostensenkung oder Effizienzsteigerung umzusetzen.

Kundenakquise
Kundenakquise ist der Prozess der systematischen Gewinnung neuer Kunden für Produkte oder Dienstleistungen. Sie kann aktiv erfolgen (z. B. Kaltakquise, persönliche Ansprache) oder passiv (z. B. durch Online-Marketing, Empfehlungen). Ziel ist es, aus Interessenten zahlende Kunden zu machen. In der Beratungspraxis ist Kundenakquise ein zentrales Vertriebsthema und eng mit Zielgruppenanalyse, Positionierung und Kommunikationsstrategie verknüpft. Entscheidend für den Erfolg sind eine klare Nutzenargumentation, ein strukturierter Akquiseprozess und die langfristige Kundenbindung nach dem Erstkontakt.Wichtig: Akquise endet nicht beim ersten Kauf. Eine gute Nachbereitung und Kundenbindung sorgt dafür, dass aus neuen Kunden langfristige Geschäftsbeziehungen entstehen.

L

Lean Management
Lean Management ist ein Ansatz zur effizienten und schlanken Unternehmensführung, der auf die Vermeidung von Verschwendung und die Fokussierung auf Kundennutzen abzielt. Ursprünglich aus der Automobilindustrie stammend, werden Prozesse systematisch optimiert – etwa durch Standardisierung, kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) und bedarfsorientierte Steuerung.In der Beratungspraxis dient Lean Management dazu, Kosten zu senken, Abläufe zu verbessern und Reaktionszeiten zu verkürzen, ohne die Qualität oder den Kundenfokus zu verlieren.

Leitbild
Ein Leitbild ist eine kompakte, schriftlich formulierte Selbstverpflichtung eines Unternehmens, die dessen Werte, Ziele und Grundprinzipien nach innen und außen sichtbar macht. Es beantwortet die Fragen: Wer sind wir? Wofür stehen wir? Wo wollen wir hin? Ein gutes Leitbild schafft Orientierung für Mitarbeitende, stärkt die Unternehmenskultur und dient als Grundlage für Strategie, Kommunikation und Führung. Es sollte glaubwürdig, verständlich und praxisnah sein – nicht nur formuliert, sondern gelebt werden.In der Beratung ist das Leitbild ein wichtiger Baustein bei Organisationsentwicklung, Kulturarbeit und Positionierung – besonders in Phasen des Wandels oder Wachstums.

Liquidität
Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Sie ist damit eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit und das kurzfristige Überleben eines Unternehmens – unabhängig von Umsatz oder Gewinn. Unterschieden werden verschiedene Liquiditätsgrade, etwa anhand von Kassenbestand, Bankguthaben, kurzfristigen Forderungen oder schnell verwertbaren Vermögenswerten. Eine gute Liquiditätsplanung berücksichtigt nicht nur vorhandene Mittel, sondern auch erwartete Ein- und Auszahlungen.In der Beratungspraxis ist Liquidität besonders wichtig bei Sanierungen, Finanzierungsfragen oder in Wachstumsphasen, in denen Kapital gebunden ist. Fehlende Liquidität – auch bei positivem Jahresergebnis – gehört zu den häufigsten Ursachen für Unternehmenskrisen. Ziel ist daher nicht nur die Rentabilität, sondern die dauerhafte Zahlungsfähigkeit.

Liquiditätsgrad
Der Liquiditätsgrad zeigt, wie gut ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann – also ob genügend flüssige Mittel vorhanden sind, um Rechnungen und Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Je höher der Wert, desto besser die kurzfristige Zahlungsfähigkeit. Man unterscheidet dabei drei Stufen:Liquiditätsgrad 1 (Barliquidität) Liquiditätsgrad 2 (einzugsbedingte Liquidität) Liquiditätsgrad 3 (umsatzbedingte Liquidität)In der Beratungspraxis dienen diese Grade als Frühwarnsystem für Liquiditätsprobleme und als Argumentationsgrundlage bei Banken oder Investoren.

M

Marketing
Marketing umfasst alle Aktivitäten, die darauf abzielen, Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich am Markt zu platzieren und Kunden zu gewinnen bzw. zu binden. Es beinhaltet unter anderem Marktanalyse, Zielgruppenbestimmung, Produktgestaltung, Preisstrategie, Vertrieb und Kommunikation.In der Beratungspraxis ist Marketing zentral, um Marktchancen gezielt zu nutzen, Kundennutzen klar zu kommunizieren und eine unverwechselbare Positionierung aufzubauen. Ziel ist es, Kundenbedürfnisse optimal zu erfüllen und den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern.

Mitarbeiterbindung
Mitarbeiterbindung umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, qualifizierte Mitarbeitende langfristig im Unternehmen zu halten. Sie stärkt Loyalität, senkt Fluktuation und sichert Know-how.Unterschieden wird zwischen emotionaler Bindung (z. B. durch Wertschätzung und Unternehmenskultur) und institutioneller Bindung (z. B. durch Verträge oder Entwicklungsmöglichkeiten). In der Beratung ist Mitarbeiterbindung besonders wichtig angesichts Fachkräftemangel und demografischem Wandel – sie trägt entscheidend zur Leistungsfähigkeit und Stabilität eines Unternehmens bei.

N

Non-Profit
Non-Profit (kurz für Non-Profit-Organisation, NPO) bezeichnet eine Organisation, die nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist, sondern einem gemeinnützigen, sozialen, kulturellen oder gesellschaftlichen Zweck dient. Überschüsse werden nicht an Eigentümer ausgeschüttet, sondern in die Verwirklichung der Organisationsziele reinvestiert. Typische Non-Profit-Organisationen sind Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs oder Wohlfahrtsverbände. Finanziert werden sie meist durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, öffentliche Fördermittel oder projektbezogene Einnahmen.In der Beratungspraxis spielen NPOs eine besondere Rolle – ihre Steuerung erfordert andere Erfolgskennzahlen, Organisationsformen und Kommunikationsstrategien als in gewinnorientierten Unternehmen. Ziel ist die Wirkungsorientierung, nicht die Gewinnmaximierung.

O

Outsourcing
Outsourcing bezeichnet die Auslagerung von Unternehmensaufgaben an externe Dienstleister, um Ressourcen zu schonen, Kosten zu senken oder auf externes Know-how zuzugreifen. Typische Beispiele sind IT-Services, Buchhaltung, Logistik oder Kundenservice.Ziel ist es, sich stärker auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. In der Beratung wird Outsourcing häufig als strategische Maßnahme geprüft – etwa zur Effizienzsteigerung, Risikominimierung oder Skalierung. Wichtig: Erfolgreiches Outsourcing erfordert klare Verträge, Qualitätskontrollen und gutes Schnittstellenmanagement.

P

Phasenmodell
Ein Phasenmodell beschreibt die systematische Abfolge einzelner Schritte innerhalb eines Prozesses, z. B. bei Projekten, Veränderungsvorhaben oder Strategieentwicklungen. Ziel ist es, komplexe Vorhaben in überschaubare, logisch aufeinander aufbauende Etappen zu gliedern – und so Struktur, Orientierung und Steuerbarkeit zu schaffen.Typische Phasenmodelle bestehen aus 3 bis 7 Stufen, z. B.: – Analyse – Zieldefinition – Planung – Umsetzung – Kontrolle / EvaluationIn der Beratungspraxis werden Phasenmodelle genutzt, um Veränderungsprozesse methodisch zu begleiten, den Fortschritt messbar zu machen und alle Beteiligten systematisch einzubinden. Wichtig ist dabei: Phasenmodelle geben Orientierung – aber sie müssen flexibel an die Realität angepasst werden, statt starr abgearbeitet zu werden.

Positionierung
Positionierung ist die gezielte Ausrichtung eines Unternehmens oder Angebots am Markt, um sich klar von der Konkurrenz abzuheben. Sie definiert, für wen das Angebot gedacht ist, welchen Nutzen es stiftet und wofür es steht.In der Beratung bildet sie die Basis für Marketing, Vertrieb und Markenauftritt – und ist entscheidend für Sichtbarkeit, Wiedererkennung und langfristigen Erfolg.

Preisführerschaft
Preisführerschaft ist eine Wettbewerbsstrategie, bei der ein Unternehmen darauf abzielt, den günstigsten Preis am Markt anzubieten – bei akzeptabler Qualität. Ziel ist es, durch niedrige Preise große Marktanteile zu gewinnen, Preissensibilität auszunutzen und Wettbewerber unter Druck zu setzen. Diese Strategie erfordert eine strikte Kostenkontrolle, hohe Effizienz und meist große Absatzmengen, um trotz niedriger Margen profitabel zu bleiben. Typische Beispiele finden sich im Discount- oder Onlinehandel.In der Beratung ist Preisführerschaft eine mögliche Positionierungsstrategie – allerdings mit Risiken: Druck auf Marge, Qualitätswahrnehmung und Preiskampfgefahr. Sie funktioniert nur, wenn das gesamte Geschäftsmodell konsequent darauf ausgerichtet ist.

Preisstrategien
Preisstrategien legen fest, wie ein Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt preislich positioniert, um Umsatz, Gewinn oder Marktanteile zu optimieren. Sie sind ein zentraler Hebel im Marketing-Mix und beeinflussen direkt die Wahrnehmung, Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität.Typische Strategien sind: – Hochpreisstrategie: Fokus auf Qualität, Marke und Exklusivität – Niedrigpreisstrategie: Preis als Hauptargument, oft volumenorientiert – Penetrationsstrategie: Einstieg mit niedrigem Preis zur schnellen Marktdurchdringung – Skimmingstrategie: Start mit hohem Preis, der später schrittweise gesenkt wirdIn der Beratungspraxis helfen Preisstrategien, die richtige Balance zwischen Wert, Zielgruppe und Wettbewerb zu finden – und so Marktchancen gezielt zu nutzen. Wichtig: Eine gute Preisstrategie ist kein einmaliger Schritt, sondern Teil einer laufenden Markt- und Positionierungsarbeit.

Projektmanagement
Projektmanagement ist die planvolle Steuerung von zeitlich begrenzten Vorhaben, um definierte Ziele in Bezug auf Inhalt, Zeit, Kosten und Qualität zu erreichen. Es umfasst alle Aufgaben von der Projektplanung über die Durchführung bis hin zum Abschluss – inklusive Ressourcenmanagement, Risikobewertung und Kommunikation.Typische Elemente sind Projektstrukturpläne, Meilensteine, Zeitpläne, Budgetkontrolle und regelmäßige Abstimmungen im Team. In der Beratung ist Projektmanagement zentral für die Umsetzung komplexer Vorhaben, z. B. bei Strategiewechseln, IT-Einführungen oder Restrukturierungen. Erfolgreiches Projektmanagement verbindet methodisches Know-how mit Führungskompetenz – und sorgt dafür, dass gute Ideen auch wirklich umgesetzt werden.

Prozesskostenrechnung
Die Prozesskostenrechnung ist ein Verfahren, das Gemeinkosten nicht nach traditionellen Zuschlagssätzen, sondern anhand tatsächlicher betrieblicher Prozesse verrechnet. Ziel ist es, Abläufe transparenter darzustellen, Kostentreiber sichtbar zu machen und damit gezielte Optimierungen und realistischere Produktkalkulationen zu ermöglichen. Besonders in Unternehmen mit hohen Gemeinkostenanteilen und komplexen Abläufen bietet sie Vorteile.

Prozessoptimierung
Prozessoptimierung bezeichnet die gezielte Verbesserung von Arbeitsabläufen, um sie effizienter, schneller oder kostengünstiger zu gestalten. Ziel ist es, Ressourcen besser zu nutzen, Fehler zu reduzieren und die Qualität zu steigern – ohne die Kunden- oder Mitarbeiterzufriedenheit zu gefährden. Typische Ansätze sind die Verschlankung von Abläufen, der Einsatz digitaler Tools, klare Zuständigkeiten oder Automatisierung. In der Beratung ist Prozessoptimierung ein häufiges Thema – vor allem bei Wachstum, Digitalisierung oder Reorganisation. Entscheidend ist: Nicht nur Abläufe zu verändern, sondern sie messbar zu verbessern und dauerhaft im Unternehmen zu verankern.

Q

Qualifizierungschancengesetz
Das Qualifizierungschancengesetz ist eine staatliche Förderung für Unternehmen, um die Weiterbildung von Mitarbeitenden zu unterstützen – besonders im Kontext von Digitalisierung und Strukturwandel.Wichtig: – Nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, nicht für Selbstständige – Arbeitgeber müssen die Förderung bei der Agentur für Arbeit beantragen – Gefördert werden anerkannte Weiterbildungen, die über die aktuelle Tätigkeit hinausgehenFörderinhalte: – Übernahme von Lehrgangskosten (teilweise bis zu 100 %) – Lohnkostenzuschüsse während der Freistellung (je nach Betriebsgröße bis zu 75 %)Besonders interessant für kleine und mittlere Unternehmen, die in ihre Fachkräfte investieren möchten. Voraussetzung: Kurs und Bildungsträger müssen zugelassen sein, und der Antrag muss vor Beginn der Weiterbildung gestellt werden.

R

Rating
Ein Rating ist die Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens, Staates oder Finanzprodukts. Es zeigt, wie wahrscheinlich eine fristgerechte Rückzahlung von Schulden ist. Ratings werden meist durch Agenturen (z. B. Moody’s, S&P) oder Banken vergeben und beeinflussen die Finanzierungskosten.Ein gutes Rating steht für geringes Risiko, ein schlechtes für hohe Ausfallwahrscheinlichkeit. In der Beratung ist das Rating relevant für Finanzierungsentscheidungen, Investitionen und Risikobewertungen.

Rechtsform
Die Rechtsform eines Unternehmens legt den rechtlichen Rahmen für Gründung, Organisation, Haftung und Besteuerung fest. Sie bestimmt, ob das Unternehmen als natürliche oder juristische Person agiert, wie die Verantwortung verteilt ist, wie viel Eigenkapital notwendig ist und wer für Schulden haftet.Typische Rechtsformen sind z. B.: – Einzelunternehmen (alleinige Inhaberschaft, volle Haftung) – Personengesellschaften wie OHG oder KG (gemeinsame Verantwortung, teils persönliche Haftung) – Kapitalgesellschaften wie GmbH oder AG (Haftung beschränkt auf Gesellschaftsvermögen)Die Wahl der Rechtsform beeinflusst auch den Zugang zu Fördermitteln, die Buchführungspflichten und die Außenwirkung eines Unternehmens. In der Beratung ist sie ein zentraler Faktor bei Gründung, Umstrukturierung oder Expansion.

Rechtsform - Einzelunternehmen
Das Einzelunternehmen ist die einfachste und am häufigsten gewählte Rechtsform für Gründer:innen in Deutschland. Es wird von einer natürlichen Person geführt, die alleinige:r Inhaber:in ist und unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen haftet.Typisch für Einzelunternehmen: – Keine Mindestkapitalanforderung – Einfache Gründung ohne Notar oder Gesellschaftsvertrag – Steuerlich unterliegt das Unternehmen der Einkommensteuer (nicht Körperschaftsteuer) – Je nach Größe: Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder doppelte Buchführung – Gewerbeanmeldung erforderlich (außer bei freien Berufen)Ein Einzelunternehmen eignet sich besonders für kleinere Gründungen, Selbstständige und Freiberufler:innen, die schnell und unkompliziert starten wollen – birgt aber durch die persönliche Haftung auch ein höheres Risiko, vor allem bei Investitionen oder Kreditaufnahme.

Rechtsform - GmbH & Co KG
Die GmbH & Co. KG ist eine Mischform aus Kapital- und Personengesellschaft, bei der eine GmbH als haftungsbeschränkter Komplementär (Vollhafter) in einer Kommanditgesellschaft (KG) auftritt. Die übrigen Gesellschafter sind Kommanditisten, die nur mit ihrer Einlage haften. Diese Konstruktion vereint die flexible Struktur und steuerlichen Vorteile einer Personengesellschaft mit der Haftungsbeschränkung einer GmbH. Die GmbH & Co. KG eignet sich besonders für mittelständische Familienunternehmen, die Haftungsrisiken reduzieren und dennoch unternehmerisch flexibel bleiben möchten.In der Praxis ist sie etwas aufwändiger in der Gründung, bietet aber Vorteile bei Nachfolgeplanung, Beteiligungsmodellen und steuerlicher Gestaltung.

Rechtsform - juristische Person
Eine juristische Person ist eine rechtlich eigenständige Organisation, die Träger von Rechten und Pflichten sein kann – unabhängig von den natürlichen Personen, die hinter ihr stehen. Sie kann selbstständig Verträge abschließen, klagen oder verklagt werden, Eigentum besitzen und Steuern zahlen. Zu den juristischen Personen zählen insbesondere Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG, UG sowie eingetragene Vereine und Stiftungen. Charakteristisch ist die Haftungsbeschränkung: Für Schulden und Verpflichtungen haftet in der Regel nur das Gesellschaftsvermögen, nicht das Privatvermögen der Gesellschafter.In der Beratung ist die juristische Person oft Mittel der Wahl, wenn es um Haftungsbegrenzung, größere Investitionen, Risikominimierung oder unternehmerisches Wachstum geht.

Rechtsform - Kapitalgesellschaft
Eine Kapitalgesellschaft ist eine juristische Person, bei der die Gesellschafter durch Kapitalbeteiligung (nicht persönliche Haftung) am Unternehmen beteiligt sind. Sie agiert eigenständig im Rechtsverkehr und haftet ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen.Typische Kapitalgesellschaften sind: - GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung): Mindest-Stammkapital 25.000 € - UG (haftungsbeschränkt): Mindest-Stammkapital 1 € (Mini-GmbH, mit Rücklagenpflicht) - AG (Aktiengesellschaft): Grundkapital mindestens 50.000 €Kapitalgesellschaften sind zur doppelten Buchführung, Bilanzierung und Veröffentlichung von Jahresabschlüssen verpflichtet. Sie zahlen Körperschaft- und Gewerbesteuer. In der Beratung empfiehlt sich diese Rechtsform oft bei Haftungsminimierung, Beteiligungsmodellen oder geplanter Skalierung.

Rechtsform - natürliche Person
Als natürliche Person gilt jeder Mensch mit eigener Rechts- und Geschäftsfähigkeit. Wer als natürliche Person ein Unternehmen gründet – etwa als Einzelunternehmer:in oder Freiberufler:in – tritt nicht getrennt vom Unternehmenauf, sondern handelt persönlich.Das bedeutet: – Die Person haftet unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen – Es besteht keine eigene juristische Einheit – die Person ist das Unternehmen – Die Gründung ist unkompliziert, es sind meist keine Einlage oder formellen Gesellschaftsverträge erforderlichDiese Rechtsform eignet sich vor allem für kleinere Gründungen, Startphasen oder nebenberufliche Tätigkeiten, bei denen das Risiko überschaubar ist. In der Beratungspraxis ist sie häufig der Ausgangspunkt für unternehmerische Aktivitäten – mit der Option, bei wachsendem Risiko später auf eine haftungsbeschränkte Rechtsform zu wechseln.

Rechtsform – Aktiengesellschaft (AG)
Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien aufgeteilt ist. Sie eignet sich besonders für Unternehmen mit hohem Kapitalbedarf, die Investoren beteiligen oder an die Börse gehen möchten. Die AG ist eine juristische Person und haftet ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen.Wichtige Merkmale: – Mindest-Grundkapital: 50.000 € – Gründung durch mindestens eine Person – Strenge Formalitäten: notarielle Satzung, Eintragung ins Handelsregister, Kontrolle durch Aufsichtsrat – Organe: Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat – Pflicht zur doppelten Buchführung, Publizitätspflicht und Jahresabschlussprüfung – KörperschaftsteuerpflichtigDie AG ist besonders geeignet für größere Unternehmen oder Wachstumsprojekte, bei denen die Kapitalbeschaffung über viele Gesellschafter im Vordergrund steht. Sie ist aber auch mit einem hohen Verwaltungs- und Regulierungsaufwand verbunden.

Rechtsform – Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Die GmbH ist die beliebteste Kapitalgesellschaft in Deutschland und eignet sich besonders für Unternehmen, die Haftungsrisiken begrenzen und eine klare rechtliche Struktur wünschen. Sie ist eine juristische Person und haftet ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen – nicht mit dem Privatvermögen der Gesellschafter.Wesentliche Merkmale: – Mindest-Stammkapital: 25.000 € (bei Gründung mind. 12.500 € einzuzahlen) – Eintragung ins Handelsregister erforderlich – Gründung durch einen oder mehrere Gesellschafter möglich – Organe: Gesellschafterversammlung und Geschäftsführung – Körperschaftsteuerpflichtig – Pflicht zur doppelten Buchführung und BilanzierungDie GmbH bietet professionelle Strukturen, klare Haftungsregeln und ist besonders geeignet für mittelständische Unternehmen, Investitionsvorhaben oder bei mehreren Beteiligten. Sie erfordert allerdings höheren administrativen Aufwand als Personengesellschaften.

Rechtsform – Kommanditgesellschaft (KG)
Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, die aus mindestens zwei Gesellschaftern besteht: – dem Komplementär, der unbeschränkt und persönlich haftet, – und dem Kommanditisten, der nur in Höhe seiner Einlage haftet.Der Komplementär führt die Geschäfte und trägt das volle Risiko. Kommanditisten bringen Kapital ein, sind aber von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Eine KG ist nicht selbst rechtsfähig, tritt aber als Unternehmen nach außen auf und muss ins Handelsregister eingetragen werden.Vorteile: – Flexible Kapitalbeschaffung durch Aufnahme von Kommanditisten – Teilweise Haftungsbeschränkung – Einfachere Struktur als Kapitalgesellschaften – Steuerlich wird der Gewinn auf die Gesellschafter verteilt und unterliegt der EinkommensteuerDie KG eignet sich gut für Familienbetriebe oder Unternehmen, bei denen ein oder wenige Personen die Kontrolle behalten wollen, aber Kapitalgeber beteiligt werden sollen.

Rechtsform – Offene Handelsgesellschaft (OHG)
Die OHG ist eine Personengesellschaft, bei der sich mindestens zwei natürliche oder juristische Personen zusammenschließen, um gemeinsam ein Handelsgewerbe zu betreiben. Alle Gesellschafter haften unbeschränkt, persönlich, solidarisch und gesamtschuldnerisch – also auch mit ihrem Privatvermögen.Kennzeichen der OHG: – Keine Mindestkapitaleinlage gesetzlich vorgeschrieben – Eintragung im Handelsregister notwendig – Jeder Gesellschafter ist zur Geschäftsführung und Vertretung berechtigt (sofern vertraglich nicht anders geregelt) – Gewinne und Verluste werden nach Gesellschaftsvertrag oder gesetzlich verteiltDie OHG ist eine geeignete Rechtsform für partnerschaftlich geführte Unternehmen, bei denen alle Gesellschafter aktiv mitarbeiten und Verantwortung tragen. Sie bietet hohe unternehmerische Flexibilität, bringt aber ein hohes persönliches Risiko durch die Haftung mit sich.

Rechtsform – Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), kurz UG
Die UG ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft und gilt als „kleine Schwester" der GmbH. Sie wurde eingeführt, um Existenzgründer:innen eine kostengünstige Alternative zur klassischen GmbH zu ermöglichen. Die UG ist eine juristische Person und haftet ausschließlich mit dem Gesellschaftsvermögen.Besondere Merkmale: – Mindest-Stammkapital: 1 €, allerdings in der Praxis meist ab ca. 500 € empfohlen – Gewinnthesaurierungspflicht: 25 % des Jahresgewinns müssen als Rücklage einbehalten werden, bis das Mindeststammkapital einer GmbH (25.000 €) erreicht ist – Einfache Gründung mit Musterprotokoll möglich – Eintragung ins Handelsregister erforderlich – Pflicht zur doppelten Buchführung und Bilanzierung – KörperschaftsteuerpflichtigDie UG eignet sich besonders für Einzelgründer:innen oder kleine Start-ups, die mit wenig Kapital starten, aber dennoch haftungsbeschränkt agieren wollen. Sie ist ideal als Einstieg, kann aber später in eine GmbH umgewandelt werden.

Rentabilität
Rentabilität misst den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. Sie zeigt, wie effizient ein Unternehmen arbeitet und wie viel Gewinn es aus seinen Ressourcen erwirtschaftet. Typische Kennzahlen sind z. B. Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität oder Umsatzrendite. Je höher die Rentabilität, desto lohnender ist das Geschäftsmodell aus betriebswirtschaftlicher Sicht.In der Beratung ist die Rentabilität eine zentrale Größe zur Bewertung von Investitionen, Geschäftsbereichen oder Strategien – und oft auch Grundlage für Finanzierungsentscheidungen oder Umstrukturierungen. Wichtig ist dabei: Rentabilität ist nicht gleich Liquidität – ein rentables Unternehmen kann trotzdem zahlungsunfähig sein.

Ressourcenplanung
Ressourcenplanung ist die systematische Zuweisung und Steuerung von personellen, materiellen und finanziellen Mitteln, um Projekte oder Geschäftsprozesse effizient umzusetzen. Ziel ist es, Überlastungen, Leerlauf und Engpässe zu vermeiden und die vorhandenen Kapazitäten optimal zu nutzen. Typische Ressourcen sind Mitarbeitende, Zeit, Budget, Maschinen oder Software. Eine gute Ressourcenplanung berücksichtigt Verfügbarkeit, Qualifikation, Prioritäten und Abhängigkeiten – sowohl kurzfristig operativ als auch strategisch langfristig.In der Beratungspraxis ist Ressourcenplanung besonders wichtig bei Projektmanagement, Wachstumsstrategien oder Restrukturierungen, da sie die Grundlage für realistische Zeitpläne, Kostenkontrolle und nachhaltigen Erfolg bildet.

ROI
Der ROI – Return on Investment – ist eine Kennzahl zur Messung der Rentabilität einer Investition. Er zeigt, wie viel Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erwirtschaftet wurde. Je höher der ROI, desto effizienter war die Investition.Der ROI wird häufig genutzt, um Projekte, Geschäftsbereiche oder ganze Unternehmen zu bewerten. In der Beratung dient er als zentrales Entscheidungskriterium für Investitionen, Budgetverteilung oder Strategiepriorisierung. Der ROI betrachtet rein wirtschaftliche Aspekte – qualitative Faktoren wie Kundenzufriedenheit oder Innovationspotenzial bleiben unberücksichtigt und sollten ergänzend bewertet werden.

S

Sanierung
Sanierung bezeichnet alle Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Stabilität und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, das sich in einer finanziellen, operativen oder strukturellen Krise befindet. Ziel ist es, Zahlungsfähigkeit zu sichern, Verluste zu stoppen und das Unternehmen neu auszurichten. Sanierungen können unterschiedlich tief greifen – von kurzfristigen Liquiditätsmaßnahmen über Kostensenkungen und Personalabbau bis hin zu strategischen Neuausrichtungen, Finanzierungsverhandlungen oder Insolvenzverfahren mit Fortführungslösung.In der Beratungspraxis ist Sanierung ein komplexes Feld, das betriebswirtschaftliches, rechtliches und kommunikatives Know-how erfordert. Erfolgsfaktoren sind realistische Analysen, konsequente Umsetzung und das Vertrauen von Mitarbeitenden, Gläubigern und Investoren.

Selbstständigkeit
Selbstständigkeit bezeichnet die berufliche Tätigkeit auf eigene Rechnung und Verantwortung, unabhängig von einem Arbeitgeber. Selbstständige bieten Produkte oder Dienstleistungen an, tragen das unternehmerische Risiko selbst und gestalten ihre Arbeitsweise, Preise und Strukturen eigenständig. Typische Formen sind Freiberufler:innen, Einzelunternehmer:innen oder Inhaber:innen kleiner Unternehmen. Die Motive reichen von Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung bis hin zu flexibler Arbeitsgestaltung oder wirtschaftlicher Chance.In der Beratungspraxis ist Selbstständigkeit oft Thema bei Gründungsberatung, Positionierung, Businessplanung und Fördermittelanträgen. Erfolgreiche Selbstständigkeit erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch unternehmerisches Denken, Kundenorientierung und eine klare strategische Ausrichtung.

Skalierung
Skalierung beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, Wachstum zu erzielen, ohne dass die Kosten im gleichen Maße steigen. Ziel ist es, Strukturen, Prozesse oder Geschäftsmodelle so aufzubauen, dass mehr Umsatz mit vergleichsweise geringem Mehraufwand generiert werden kann. Typische Beispiele für skalierbare Modelle sind digitale Produkte, Plattformgeschäftsmodelle oder automatisierte Dienstleistungen. In der Beratung ist Skalierung besonders relevant bei Start-ups, Wachstumsstrategien oder Digitalisierungsvorhaben.Wichtig: Skalierung erfordert klare Prozesse, stabile Systeme und eine wachstumsfähige Organisation – sonst wird schnelles Wachstum schnell zur Überforderung.

SMART-Ziele
SMART-Ziele sind ein bewährtes Prinzip zur klaren und überprüfbaren Zielformulierung in Projekten, Strategieprozessen oder der Mitarbeiterführung. Die Abkürzung SMART steht für fünf Kriterien, die ein Ziel erfüllen sollte, um wirksam zu sein:- Spezifisch: Das Ziel ist eindeutig und präzise formuliert. - Messbar: Der Erfolg lässt sich anhand klarer Kennzahlen oder Kriterien bewerten. - Attraktiv: Das Ziel ist motivierend und sinnvoll für die Beteiligten. - Realistisch: Es ist erreichbar unter den gegebenen Bedingungen. - Terminiert: Es gibt einen konkreten Zeitrahmen zur Zielerreichung.In der Beratungspraxis helfen SMART-Ziele dabei, vage Zielvorstellungen in konkrete Handlungsziele zu überführen, Fortschritte messbar zu machen und die Umsetzung konsequent zu steuern. Sie erhöhen die Verbindlichkeit – intern wie extern – und fördern zielgerichtetes Arbeiten.

Stakeholder
Stakeholder sind alle Personen oder Gruppen, die von den Aktivitäten eines Unternehmens betroffen sind oder Einfluss darauf nehmen können – z. B. Kunden, Mitarbeitende, Investoren, Lieferanten, Behörden oder die Öffentlichkeit.In der Beratung ist die Stakeholder-Analyse wichtig, um Interessen, Erwartungen und potenzielle Konflikte frühzeitig zu erkennen – etwa bei Strategieprojekten, Veränderungen oder in der Krisenkommunikation.

Start-up
Ein Start-up ist ein junges, wachstumsorientiertes Unternehmen, das meist mit einer innovativen Idee, Technologie oder Geschäftsmodell an den Markt geht. Typisch sind eine hohe Unsicherheit, begrenzte Ressourcen, aber auch große Skalierungschancen. Start-ups befinden sich in der Gründungs- oder frühen Wachstumsphase und setzen oft auf agile Arbeitsweisen, digitale Lösungen und alternative Finanzierungsformen wie Business Angels, Venture Capital oder Crowdfunding.In der Beratungspraxis werden Start-ups häufig bei Businessplanung, Finanzierung, Markteintritt und Skalierung begleitet. Entscheidend für den Erfolg sind ein klarer Kundennutzen, ein tragfähiges Geschäftsmodell und die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Bedingungen anzupassen.

Strategie
Strategie ist der langfristige Plan eines Unternehmens, um Ziele zu erreichen und sich im Markt erfolgreich zu positionieren. Sie definiert den Weg, wie und mit welchen Mitteln Wettbewerbsvorteile erzielt werden sollen. In der Beratung bildet die Strategie die Grundlage für Entscheidungen zu Zielgruppen, Produkten, Märkten und Wachstum – und sorgt für klare Ausrichtung und Prioritäten.

Strukturbilanz
Die Strukturbilanz ist eine analytisch überarbeitete Form der Handelsbilanz, bei der die Positionen der Bilanz sachlogisch umgruppiert, vereinheitlicht und – soweit möglich – um stille Reserven oder Bewertungsunterschiede bereinigt werden. Ziel ist es, die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens transparenter und besser vergleichbar darzustellen, insbesondere im Rahmen von Finanzanalysen oder Bonitätsprüfungen. Typische Anpassungen betreffen z. B. die Umgliederung von kurzfristigen in langfristige Vermögenswerte, die Trennung von betriebsnotwendigem und nicht betriebsnotwendigem Vermögen, oder die explizite Ausweisung von Rückstellungen, Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital.In der Beratungspraxis wird die Strukturbilanz genutzt, um Aussagekraft und Vergleichbarkeit von Bilanzen zu erhöhen – etwa bei Unternehmensbewertungen, Ratingverfahren oder Sanierungsanalysen. Sie bildet zudem die Grundlage für wichtige Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote, den Verschuldungsgrad oder die Kapitalbindung. Entscheidend ist: Die Strukturbilanz stellt keine neue Bilanz im rechtlichen Sinne dar, sondern ein Werkzeug zur betriebswirtschaftlichen Interpretation.

SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Analyseinstrument zur Bewertung der Ausgangslage eines Unternehmens, Projekts oder Geschäftsmodells. Der Begriff steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Ziel ist es, interne Potenziale und Herausforderungen (Stärken und Schwächen) mit externen Entwicklungen und Einflussfaktoren (Chancen und Risiken) systematisch gegenüberzustellen.Die Analyse hilft dabei, fundierte strategische Entscheidungen zu treffen, etwa zur Positionierung am Markt, zur Entwicklung neuer Produkte oder zur Vermeidung möglicher Gefahren. Besonders in der Beratungspraxis dient die SWOT-Analyse als Einstieg in die Strategiearbeit und als strukturierter Rahmen, um komplexe Situationen zu durchdringen und verständlich darzustellen. Wichtig ist dabei eine realistische Einschätzung – idealerweise mit Einbindung verschiedener Perspektiven aus dem Unternehmen.

Synergien
Synergien entstehen, wenn das Zusammenspiel von Einheiten, Prozessen oder Partnern mehr bewirkt als die Summe ihrer Einzelleistungen. Sie führen zu Effizienzgewinnen, Kostenvorteilen oder besseren Ergebnissen – z. B. durch gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Wissen oder Netzwerken.In der Beratungspraxis sind Synergien besonders wichtig bei Fusionen, Kooperationen oder Reorganisationen, um Mehrwerte sichtbar zu machen und Potenziale gezielt zu heben. Entscheidend ist, dass Synergien strategisch geplant und konsequent umgesetzt werden – sonst bleiben sie bloß Theorie.

T

Target costing
Target Costing (Zielkostenrechnung) ist eine strategische Methode, bei der ausgehend von einem marktfähigen Preis („Target Price“) die maximal zulässigen Produktkosten ermittelt werden. Ziel ist es, bereits frühzeitig in der Produktentwicklung kostenseitig effizient zu planen, um Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität sicherzustellen.

TEAM CONNEX
TEAM CONNEX ist ein erfahrener Bildungspartner und Trainernetzwerk, das sich auf kommunikative Kompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung und betriebliche Weiterbildung spezialisiert hat. Das Team besteht aus rund 50 Trainer:innen, Coaches und Berater:innen, die bundesweit tätig sind.TEAM CONNEX ist Kooperationspartner der KOMPAKT IHK Lehrgänge und führt die IHK-Kompaktehrgänge „Business Coach (IHK)“, „Train the Trainer (IHK)“ und „Ausbildungscoach (IHK) mit der IHK Ulm und der IHK Siegen durch.Der Fokus liegt auf praxisnaher, interaktiver Wissensvermittlung, systemischem Denken und individueller Lernbegleitung – mit dem Ziel, Menschen in Veränderungsprozessen zu stärken und professionelles Handeln im Beruf wirksam zu machen.

TEMP Methode
Die TEMP-Methode ist ein ganzheitlicher Beratungs- und Analyseansatz für Unternehmensführung, entwickelt von Wolfgang Berger. Sie betrachtet vier zentrale Handlungsfelder, die für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens entscheidend sind:- T = Team: Zusammenarbeit, Führung, Kultur und interne Kommunikation - E = Erwartungen der Kunden: Kundennutzen, Qualität, Service und Marktorientierung - M = Mittel: Ressourcen, Finanzen, Prozesse, Systeme und Infrastruktur - P = Persönlichkeit der Unternehmensleitung: Werte, Haltung, Entscheidungsverhalten und SelbstführungDie Methode hilft, Schwachstellen im Unternehmen systematisch zu erkennen und gezielte Verbesserungen anzustoßen – sowohl in operativer als auch strategischer Hinsicht. In der Beratung wird TEMP häufig in der Organisationsentwicklung, Führungskräftecoaching oder strategischen Standortbestimmung eingesetzt. Ziel ist eine ausgewogene Entwicklung aller vier Bereiche, da sie sich gegenseitig bedingen und beeinflussen.

Train the Trainer
Train the Trainer bezeichnet die Qualifizierung von Fachkräften zu professionellen Trainer:innen, die ihr Wissen und ihre Methoden gezielt an andere weitergeben – etwa in Seminaren, Workshops oder Schulungen. Ziel ist es, didaktische, methodische und kommunikative Kompetenzen aufzubauen, um Lernprozesse effektiv zu gestalten. Inhalte solcher Programme sind u. a.: Lernziele definieren, Trainingskonzepte entwickeln, Gruppen aktivieren, Inhalte verständlich vermitteln, Feedback geben und mit schwierigen Situationen umgehen. Oft werden auch digitale Tools und mediengestützte Formate integriert.In der Beratungspraxis ist „Train the Trainer“ besonders relevant für Unternehmen mit interner Weiterbildung, Bildungseinrichtungen oder selbstständige Trainer:innen, die ihre Qualität steigern und ihre Wirkung im Lernprozess verbessern wollen. Wichtig ist dabei: Fachwissen allein reicht nicht – entscheidend ist die Fähigkeit, es zielgruppengerecht zu vermitteln.

U

Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen umfasst alle Vermögenswerte eines Unternehmens, die kurzfristig im Betrieb genutzt, verbraucht oder verkauft werden sollen – meist innerhalb eines Jahres. Es steht damit im Gegensatz zum Anlagevermögen, das dem Unternehmen dauerhaft dient.Typische Bestandteile des Umlaufvermögens sind: – Vorräte (z. B. Rohstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse) – Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Liquide Mittel (z. B. Kasse, Bankguthaben) – Wertpapiere des UmlaufvermögensIn der Beratungspraxis ist das Umlaufvermögen wichtig für die Liquiditätsplanung, Bilanzanalyse und Finanzierung. Es beeinflusst Kennzahlen wie den Liquiditätsgrad oder das Working Capital – und damit die kurzfristige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens.

Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist eine Verbrauchssteuer, die auf nahezu alle Lieferungen und Leistungen von Unternehmen erhoben wird. Sie wird vom Unternehmen auf den Verkaufspreis aufgeschlagen, vom Kunden gezahlt und vom Unternehmen an das Finanzamt abgeführt.Der Regelsteuersatz beträgt 19 %, der ermäßigte Satz 7 % und gilt z. B. für Lebensmittel, Bücher oder kulturelle Leistungen. Unternehmer:innen können im Gegenzug die Vorsteuer aus Eingangsrechnungen abziehen – es wird also nur die „Wertschöpfung“ besteuert.In der Beratung ist die Umsatzsteuer besonders relevant bei Gründungen, Rechnungsstellung, Kleinunternehmerregelung, grenzüberschreitenden Geschäften und Digitalisierung von Buchhaltung. Fehler in der Umsatzsteuer können teuer werden – wichtig sind daher korrekte Abrechnung, fristgerechte Meldungen und ein sauberes System zur Belegverarbeitung.

Unternehmensberater/in
Unternehmensberatung ist die professionelle, externe Unterstützung von Unternehmen bei wirtschaftlichen, strategischen, organisatorischen oder technischen Fragestellungen. Ziel ist es, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit zu verbessern. Beratungsfelder reichen von Strategie, Organisation, Prozessoptimierung und Digitalisierung bis hin zu Change Management, Controlling oder Personalentwicklung. Berater:innen bringen Fachwissen, Methodenkompetenz und eine Außenperspektive ein – meist projektbezogen und auf Zeit.In der Praxis unterstützt Unternehmensberatung dabei, komplexe Herausforderungen strukturiert zu lösen, Entscheidungen vorzubereiten und Veränderungen professionell umzusetzen. Wichtig: Der Begriff „Unternehmensberatung“ ist nicht geschützt – Qualifikation, Erfahrung und Spezialisierung der Beratenden können stark variieren.

Unternehmensnachfolge
Unternehmensnachfolge bezeichnet den geplanten Übergang eines Unternehmens auf eine neue Führungsperson oder Eigentümerstruktur – meist bei Ausscheiden der bisherigen Inhaberin oder des Inhabers aus Altersgründen, Krankheit oder strategischer Neuausrichtung. Ziel ist es, den Fortbestand des Unternehmens rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch zu sichern.Es gibt verschiedene Formen der Nachfolge: intern (z. B. durch Familie oder Mitarbeitende) oder extern (z. B. Verkauf an Dritte, Management-Buy-In/-Buy-Out). Eine erfolgreiche Nachfolge erfordert eine frühzeitige Planung, klare Kommunikation, steuerliche und rechtliche Regelungen sowie eine sorgfältige Einarbeitung der Nachfolgeperson.In der Beratungspraxis ist Unternehmensnachfolge ein vielschichtiger Prozess, der Strategie, Finanzen, Emotionen und Recht vereint – und oft mehrere Jahre Vorlauf benötigt.

USP
Der USP – also das Alleinstellungsmerkmal – beschreibt das, was ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung einzigartig und unverwechselbar macht und es klar vom Wettbewerb abhebt. Er beantwortet die Frage: Warum sollte sich ein Kunde genau für dieses Angebot entscheiden? Ein USP kann sich z. B. aus besonderer Qualität, exklusivem Know-how, einem innovativen Ansatz, außergewöhnlichem Service oder klarer Zielgruppenfokussierung ergeben. In der Beratungspraxis ist der USP ein zentrales Element der Positionierung und Marketingstrategie. Er sorgt für Klarheit, Wiedererkennung und Relevanz – intern wie extern. Wichtig: Ein echter USP ist nicht nur „anders“, sondern für die Zielgruppe relevant und schwer kopierbar.

V

Vertrieb
Vertrieb bezeichnet alle Aktivitäten, die darauf abzielen, Produkte oder Dienstleistungen zum Kunden zu bringen – von der Ansprache über die Beratung bis zum Abschluss und zur Betreuung. Ziel ist es, Umsatz zu generieren und Kundenbeziehungen aufzubauen oder zu vertiefen. Man unterscheidet zwischen direktem Vertrieb (z. B. persönlicher Verkauf, Online-Shop) und indirektem Vertrieb (z. B. über Händler oder Plattformen). Vertriebsarbeit umfasst neben Verkauf auch Zielgruppenanalyse, Angebotsgestaltung, CRM, Pipeline-Management und After-Sales-Service. In der Beratung ist der Vertrieb ein zentraler Hebel für Wachstum und Markterfolg – effektiv gesteuert, gut strukturiert und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Erfolgreicher Vertrieb verbindet Methodik, Kommunikation und Kundennutzen.

W

Weiterbildung
Weiterbildung umfasst alle Lernmaßnahmen, die über eine Erstausbildung hinausgehen und dem Ziel dienen, bestehende Kenntnisse zu vertiefen, neue Kompetenzen zu erwerben oder sich beruflich neu zu orientieren. Sie richtet sich an Personen im Erwerbsleben und kann sowohl beruflich als auch persönlich motiviert sein.Formen der Weiterbildung sind z. B.: – berufsbegleitende Seminare oder Lehrgänge – zertifizierte Fortbildungen (z. B. IHK-Abschlüsse) – Aufstiegsfortbildungen (z. B. Meister, Fachwirt) – Umschulungen oder AnpassungsqualifizierungenIn der Beratung ist Weiterbildung ein zentrales Instrument zur Fachkräftebindung, Kompetenzentwicklung und Karriereförderung – gerade in Zeiten des digitalen Wandels und zunehmender Spezialisierung. Sie kann durch verschiedene Programme gefördert werden, z. B. Bildungsurlaub, Aufstiegs-BAföG oder das Qualifizierungschancengesetz.

Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Aktivitäten, die ein Unternehmen durchführt, um Produkte oder Dienstleistungen herzustellen und Kunden zu liefern – vom Einkauf über Produktion bis zum Vertrieb. Ziel ist es, in jedem Schritt Mehrwert für Kunden zu schaffen und Abläufe zu optimieren. In der Beratung dient sie zur Analyse von Effizienz, Wettbewerbsvorteilen und Optimierungspotenzialen.

Wirtschaftlichkeit
Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand. Ein Unternehmen arbeitet wirtschaftlich, wenn es entweder einen festen Ertrag mit minimalem Aufwand erreicht (Minimalprinzip) oder mit gegebenem Aufwand den höchstmöglichen Ertrag erzielt (Maximalprinzip). In der Beratung ist Wirtschaftlichkeit ein zentrales Kriterium, um die Effizienz und Rentabilität von Projekten, Prozessen oder Geschäftsmodellen zu beurteilen.

Z

Zielgruppenanalyse
Die Zielgruppenanalyse ist eine systematische Untersuchung, um die relevanten Merkmale, Bedürfnisse und Erwartungen potenzieller Kund:innen zu identifizieren und besser zu verstehen. Ziel ist es, Angebote und Kommunikation genau auf die Zielgruppe auszurichten.Typische Merkmale sind z. B.: demografische Daten (Alter, Geschlecht, Einkommen) psychografische Merkmale (Werte, Einstellungen, Lebensstil) Kaufverhalten und MediennutzungIn der Beratungspraxis ist die Zielgruppenanalyse zentral für Marketing, Positionierung, Produktentwicklung und Vertriebsstrategie – je präziser die Analyse, desto wirkungsvoller können Zielgruppen angesprochen werden.

Zuschuss
Ein Zuschuss ist eine nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung von öffentlicher oder privater Seite – z. B. von Förderbanken, Ministerien oder Stiftungen. Er dient der Förderung bestimmter Vorhaben, etwa in den Bereichen Gründung, Innovation, Weiterbildung oder Investitionen. Zuschüsse mindern die tatsächlichen Kosten eines Projekts und verbessern die Liquidität, ohne die Eigenkapitalquote zu belasten. Sie sind jedoch meist an klare Voraussetzungen, Verwendungsnachweise und Fristen gebunden.In der Beratungspraxis sind Zuschüsse ein wichtiger Baustein bei der Finanzierungsstrategie, insbesondere für Start-ups, KMU und bei öffentlichen Projekten. Wichtig ist die frühzeitige Antragstellung – vor Projektbeginn – und eine korrekte Dokumentation.